Renault kollidiert mit Rettungsauto: Ein Mensch lebensgefährlich verletzt

Renault kollidiert mit Rettungsauto: Ein Mensch lebensgefährlich verletzt
+
Restlos ausverkauft war die Veranstaltung mit Andreas Englisch (M.). Auch Claudia Pfrang (l.), Direktorin der Stiftung Bildungszentrum, und KAB-Diözesansekretär Rainer Forster waren begeistert.

Korrespondent Andreas Englisch über Franziskus

Päpstliche Watsch’n

Papst Franziskus – und die etablierte Kurie im Vatikan: kein einfaches Verhältnis. Im Kardinal-Döpfner-Haus berichtete am Mittwoch ein echter Insider über Details jenseits der Mauern des Vatikan. Mehr als 200 Zuhörer lauschten gespannt dem bekannten Vatikan-Korrespondent Andreas Englisch.

Freising – Man kennt ihn als Buchautor, aus der Zeitung und vom Fernsehen: Andreas Englisch. Im Kardinal-Döpfner-Haus leuchtete er die Hintergründe zu seinem Buch „Franziskus, Kämpfer im Vatikan“ aus. Organisiert wurde der Abend von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB). Englisch berichtete von persönlichen Gesprächen mit dem Papst und dessen ersten Jahren als Pontifex. Laut Englisch wollte der neue Papst nicht in einem protzigen Auto gefahren werden, sondern lieber mit dem Gefolge den Bus nahmen. „Aber er bestand darauf, vorne zu sitzen, denn er war schließlich der Papst“, berichtete Englisch. Auch habe sich Franziskus dagegen gewehrt, in den Papstpalast einzuziehen. Er wollte lieber ohne Kammerdiener in einem einfachen Gästehaus wohnen. Schon bald habe Franziskus die Kardinäle herausgefordert, etwa mit Fragen wie dieser: „Was ich wirklich gerne wissen würde: Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag?“. Und schließlich habe sich der Heilige Vater an Ostern nicht in Gold, rotem Samt und Hermelin kleiden wollen, sondern er habe seine alten „Priesterklamotten“ bevorzugt: „Ich bin der Papst, nicht der Weihnachtsmann“, sagte er laut Englisch zu seinen Kardinälen. „Das war eine Ohrfeige für die gesamte Kurie“. Seinen Höhepunkt erreichte der Kampf im Vatikan an Weihnachten 2014. Da maßregelte Franziskus nämlich die Kardinäle, die eigentlich eine traditionelle Weihnachtsansprache erwartet hatten. 20 Minuten lang habe ihnen der der Papst Verschwendung und Niedertracht vorgeworfen.

Zuvor hatte der Vatikan-Korrespondent auch witzig über seinen Werdegang berichtet: „1987 bin ich mit 4000 Mark nach Rom gegangen, um italienisch zu lernen“, erzählte Englisch. Doch „nach sechs bis sieben Wochen war das Geld alle und ich konnte immer noch kein italienisch.“ Zufällig war eine Stelle zum Vatikanexperten ausgeschrieben – damals unter Johannes Paul II.

Englisch erzählte auch von seinem sehr skurrilen Einstellungsgespräch: Obwohl er weder die Sprache beherrschte, noch regelmäßig in die Kirche ging – angeblich nicht einmal wusste, wer zu diesem Zeitpunkt der Papst war – bekam er die Stelle. Die sich als Dauerjob herausstellen sollte: „Ich hatte damit gerechnet, dass es ein paar Wochen oder Monate dauert“, sagte Englisch. Doch daraus wurden viele Jahre, in denen Englisch drei Päpste kennenlernte. Und aus dem jungen Mann mit den „grässlichen Schulterpolstern“ wurde einer der bekanntesten Vatikan-Korrespondenten.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Applaus für den Kompromiss
Flexible oder starre Abholzeiten in der Mittagsbetreuung? In dieser Frage war zuletzt eine hitzige öffentliche Debatte entbrannt. Nun, da der Gemeinderat darüber zu …
Applaus für den Kompromiss
Eisern zusammengehalten
„Man muss zusammenhalten, um die Höhen und Tiefen einer langen Ehe zu meistern – und sie zu einer glücklichen Ehe zu machen“, verrät Hermine Roth. Sie muss es wissen. …
Eisern zusammengehalten
Helfer dringend gesucht!
Auch die Mitglieder des Kinderschutzbunds sind vor Krankheiten nicht gefeit. Und so saßen am Dienstag lediglich sechs engagierte Damen im Haus der Vereine, um die …
Helfer dringend gesucht!
Nur wenig Sorgenfalten in der Wirtschaftswelt
Die Wirtschaft brummt, den Unternehmen geht es gut, wie lange nicht. Das kam auch klar zum Ausdruck beim IHK-Regionalausschuss Erding-Freising, der diesmal bei der Firma …
Nur wenig Sorgenfalten in der Wirtschaftswelt

Kommentare