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Die Macher des Kinderlieder-Projekts: Roman Seehon, Ann Krügl, Karsten Hinrichs und Sarah Elaine Krügl (v. l.) mit dem Flyer zum Kinderlieder-Album. 

Kindergedanken in Noten gegossen

„Ich mal mir meinen Tag“: Freisinger Musiker veröffentlicht Kinderlieder-Album

Dass Musizieren die Entwicklung fördert, ist hinlänglich bekannt. In eine ganz besondere Welt der Klänge versetzt das musikalische Mitmach-Projekt, das der Freisinger Perkussionist Roman Seehon initiiert hat.

Freising – „Ich mal mir einen Tag“ heißt das Kinderlieder-Album, zu dem auch ein begleitendes Mitmach-Buch für Erzieher und Pädagogen in Arbeit ist. „Kinderlieder haben mich meine ganze musikalische Laufbahn über interessiert“, sagt Seehon und lacht.

Der Freisinger Perkussionist, der 2007 mit dem Kulturanerkennungspreis des Landkreises Freising ausgezeichnet wurde, hat viele Länder bereist – in erster Linie um die unterschiedlichen Kulturen in ihrer musikalischen Tradition zu verstehen. Dabei habe er vor allem auf die Tradition der Kinderlieder des jeweiligen Landes Wert gelegt. Das „Tagmaler“-Projekt entspringe somit einem lang gehegten Wunsch. Stilistisch bunt gemischt ist es, das Kinderlieder-Album, das Seehon das Jahr über Schritt für Schritt konzipiert hat. „Es sind Songs für verschiedene Lebenslagen und Stimmungen“, sagt der Musiker.

Von schier endlosen Schulvormittagen wird erzählt, von Konflikten, die unter Gleichaltrigen auftreten, von Freundschaften, die sich bilden und zerbrechen oder von Tagen, die einfach nur den „Regenwetterblues“ in sich haben. Die Journalistin Sarah Elaine Kruegl, die die Texte zu den Liedern verfasst hat, ist Mutter einer Tochter im Grundschulalter. „Wir haben unseren Kindern zugehört und dabei fleißig mitgeschrieben“, erzählt die Freisingerin.

„Kindergedanken und Wünsche in Noten und Reime gegossen“

Was dabei heraus gekommen ist? „Kindergedanken und Wünsche in Noten und Reime gegossen“, meint die Freisingerin und lacht. Ein Song etwa trägt den Titel „Dicke rote Pickel“. Er thematisiert die Auseinandersetzung der Heranwachsenden mit ihrem Körper. „Unsere Kinder werden im Schulalltag mit so vielem konfrontiert, auch mit Hänseleien von Mitschülern. Das müssen sie zu Hause erst einmal verarbeiten“, sagt Kruegl. Als zusätzliche Ausstattung gehört zu dem Album ein Mitmachheft. Das Spiel „Luftballon-Boxen“ wird zum „Pickel-Lied“ empfohlen. „Da werden Aggressionen spielerisch abgebaut“, meinen Seehon und Kruegl. Was die beiden besonders freut: Der Kinderchor der St. Korbinianschule in Freising war beim Einsingen der Lieder mit dabei. Dass das alles in „Handarbeit“ geschehen sei, mache das Projekt einzigartig.

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Aufgenommen und gemischt wurde das Album nämlich im Farmland Studio in Freising. Viele Freisinger Musiker haben mitgewirkt: Cellist Martin Matos, Gitarrist Uli Graner, Tubist und Posaunist Marco Moosbauer, Pianist Juha Varpio, aber auch Koraspielerin Miriama Broady, die eine afrikanische Saitenharfe zum Klingen bringt. Gleich beim Titelsong „Ich mal mir einen Tag“ kommen diese exotischen Klänge zum Tragen. Aber auch die Tanzschritte einer Polka werden erklärt: „Manchmal“, so der Titel dieses Stückes. „Das Album ist eine Klangreise durch viele verschiedene Musikstile und Themen“, sagt Seehon. Es sei vielfältig, so wie eben auch Kinder seien – mit ihren Problemen, Wünschen und Hoffnungen.

Die Produktion des Albums wurde unter anderem von der Stadt Freising, dem Lions-Club Freising, der Freisinger Bank sowie der Musikschule 3Klang finanziell unterstützt. Zu Musik und Texten hat Karsten Hinrichs einfühlsame Videos gedreht. Ein schöner Nebeneffekt des musikalischen Werks: Die Kompositionen sprechen auch erwachsene Ohren an. Maria Martin

Gut zu wissen

Die CD mit dem Kinderlieder-Album „Ich mal mir einen Tag“ kann bei Bücher Pustet, Obere Hauptstraße 45, oder im Internet unter romanseehon@t-online.de bezogen werden. Live zu hören sind die „Tagmaler“ beim Uferlos-Festival im Juni.

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