Etwa 650 Wohnungen sollen an der Angerstraße in mehreren Komplexen entstehen. 33 Wohnungen hat jetzt BayernHeim gekauft, deren Mieter vom bayerischen Wohnungsbauprogramm profitieren.
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Etwa 650 Wohnungen sollen an der Angerstraße in mehreren Komplexen entstehen. 33 Wohnungen hat jetzt BayernHeim gekauft, deren Mieter vom bayerischen Wohnungsbauprogramm profitieren.

Künftige Mieter der BayernHeim profitieren von Förderung

Im Wohnquartier Angerstraße entstehen 33 bezahlbare Wohnungen für Freising

33 Wohnungen hat die staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim in Freising gekauft. Sie sollen gezielt an Menschen mit niedrigeren Einkommen vermietet werden.

Freising – Die staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim GmbH hat in Freising 33 Wohnungen gekauft, für die im Frühjahr 2021 die Rohbauarbeiten beginnen sollen. Ab Mitte 2023 will die BayernHeim diese Wohnungen gezielt an Familien und Haushalte mit niedrigeren Einkommen vermieten. Das freut sogar die zuständige Ministerin.

Mir ist wichtig, dass sich die Menschen in Bayern das Wohnen dort leisten können, wo sie leben wollen.

Bauministerin Kerstin Schreyer

„Mit der BayernHeim leisten wir einen wichtigen Beitrag, um bayernweit mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen,“ betonte am Montag Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer. „Mir ist wichtig, dass sich die Menschen in Bayern das Wohnen dort leisten können, wo sie leben wollen.“ Für die neuen Wohnungen in Freising könne man „dauerhaft bezahlbare Mieten garantieren“.

Die 33 Wohnungen befinden sich in dem neuen Wohnquartier, das an der Freisinger Angerstraße, südwestlich des Stadtzentrums, entsteht. „In dem Gebäudeteil, den die BayernHeim erworben hat, werden 33 unterschiedlich große Wohnungen mit einer Wohnfläche von rund 2200 Quadratmetern realisiert“, informierte das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr. Alle Wohnungen seien barrierefrei und daher auch für Menschen mit Behinderung und für ältere Menschen gut geeignet. Vor allem aber: „Die künftigen Mieter werden von der einkommensorientierten Förderung der Wohnungen im Rahmen des Bayerischen Wohnungsbauprogramms profitieren.“ Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss des Neubaus ist eine Kindertagesstätte geplant, die in das Eigentum der Stadt Freising übergehen soll.

BayernHeim erfüllt Auflage aus dem Bebauungsplan

Mit dem Wohnungskauf der BayernHeim wird eine Auflage der Stadt Freising aus dem Bebauungsplan erfüllt, wonach eine bestimmte Anzahl der entstehenden Wohnungen öffentlich gefördert werden soll. „Es ist natürlich sehr positiv, dass jetzt auch Wohnungen mit langfristig bezahlbaren Mieten im Portfolio der Stadt Freising zur Verfügung stehen“, freute sich Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher über das Engagement der BayernHeim.

Die im Juli 2018 gegründete staatliche Wohnungsbaugesellschaft meldet auch aus anderen bayerischen Städten Aktivitäten: Die ersten Wohnungen werden seit Ende 2019 in München-Sendling vermietet. Mitte September fand das Richtfest für eine Wohnanlage im Münchner Stadtteil Untergiesing statt. Für Grundstücke in Ingolstadt, Fürth und Bayreuth laufen die Planungen, für Projekte in Landsberg und Augsburg sind Wettbewerbsverfahren in Vorbereitung.

Wohnquartier an der Angerstraße: Fast ein neuer Stadtteil auf acht Hektar

Es ist eines der größten und damit wichtigsten Bauvorhaben in der Stadt Freising: die bereits vor zehn Jahren beschlossene Umwandlung des „ungeordneten Gewerbegebiets“ an der Angerstraße, wie es damals charakterisiert wurde, in ein „geordnetes Wohngebiet“.

Auf dem rund acht Hektar großen Areal an der Angerstraße, das lange Zeit kein optisches Aushängeschild der Stadt Freising war, sollen, wenn alle Bauabschnitte realisiert sind, einmal mehrere Hundert Menschen in rund 650 Wohnungen leben können. Der entsprechende Bebauungsplan, der den städtebaulichen Rahmen für das Großprojekt vorgibt, wurde im Stadtrat im Dezember 2016 abgesegnet. Die Architekten von 03 Architekten haben den Plan entworfen, der mehrere drei-, vier- und fünfgeschoßige Wohnkomplexe vorsieht. Die sind in U-Form geplant, sodass der Lärm von der nahen Bahnlinie abgeschottet wird und so Innenräume mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Eine weitere Maßnahme, um den Lärm möglichst gering zu halten, ist die geplante Verlegung der Angerstraße näher an die Bahnlinie, um so die „Schallemittenten“ zu bündeln.

78 Wohnungen in drei Gebäuden

Entstehen sollen in diesem Gebiet neben einer Vielzahl von Wohnungen auch Kindergärten und notwendige Versorgungseinrichtungen, unter anderem ein Verbrauchermarkt. Außerdem soll der Anschluss an das jenseits der Bahnlinie gelegene Schlüterhallen-Zentrum mittels einer Rad- und Gehwegunterführung hergestellt werden.

Anfang des Jahres 2020 sind im Stadtrat dann bereits die ersten Einzelprojekte genehmigt worden: Der Antrag umfasste zum einen 78 Wohnungen in drei Gebäuden, dazu eine Tiefgarage mit 96 Stellplätzen, außerdem 174 Fahrradabstellplätze. Dazu gehörten unter anderem ein weiteres Gebäude mit Kindertagesstätte und einer weiteren Tiefgarage (37 Pkw-Stellplätze und 86 Fahrradabstellplätze).

Aussage damals bei der Genehmigung: In diesem Gebäude würden 33 öffentlich geförderte Wohnungen untergebracht – exakt jene 33 Wohnungen, die die BayernHeim jetzt gekauft hat. ft/ zz

Lesen Sie auch: Freisings SPD unterstützt den Vorstoß des neuen Landrats (FW), mehr Engagement in den Bau bezahlbarer Wohnungen zu legen - und appelliert an die Bürgermeister.

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