Immer mehr Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren lassen sich gegen Corona impfen. Demnächst könnte es auch Sonderaktionen an Schulen geben. Symbolbild: MM
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Immer mehr Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren lassen sich gegen Corona impfen. Demnächst könnte es auch Sonderaktionen an Schulen geben.

Impfzentrum steht parat

Impfaktionen an Schulen möglich: Schulamt fragt Bereitschaft bei den Beteiligten ab

  • Manuel Eser
    VonManuel Eser
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Das Schulamt lässt derzeit die Impfbereitschaft bei 12- bis 16-Jährigen gegen Corona abfragen. Sonderaktionen wären möglich. Auch Drittimpfungen starten.

Freising – Der Ministerpräsident hat es angeregt, das Freisinger Schulamt und die Leiter der weiterführenden Schulen arbeiten bereits daran: an Impfsonderaktionen gegen Corona für Jugendliche ab zwölf Jahren.

Der Hintergrund: Erst seit Kurzem steht die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), alle Jugendlichen ab zwölf Jahren mit Biontech impfen zu lassen. Ministerpräsident Markus Söder nutzte daher seine Pressekonferenz in der vergangenen Woche zur neuen Klinikampel auch dazu, für Impfaktionen in Schulen zu werben – in Zusammenarbeit mit den örtlichen Impfzentren.

Stellvertretender Schulamtsleiter sieht zwei Alternativen

Genau daran arbeitet man im Landratsamt Freising schon. „Wir sind gerade dabei, den Bedarf an allen weiterführenden staatlichen Schulen auszuloten“, berichtete der stellvertretende Schulamtsleiter Bernhard Kinder dem FT auf Nachfrage. Man habe die entsprechenden Schulleiter bereits kontaktiert. Die wiederum sind schon dabei, bei den Eltern der 12- bis 16-jährigen Kinder nachzufragen, wie es mit der Bereitschaft zur Coronaschutz-Impfung aussieht, und sollen dann dem Schulamt entsprechende Rückmeldung geben.

Im Anschluss daran gibt es zwei Möglichkeiten, wie Kindler berichtet. „Wenn die Nachfrage groß ist, macht es Sinn, ein mobiles Impfteam an die Schule zu schicken und die Aktion vor Ort auszuführen. Wenn nur zwei oder drei Impfwillige dabei sind, werden wir für diejenigen Termine am Impfzentrum organisieren.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Impfzentrums stehen bereits Gewehr bei Fuß. „Selbstverständlich sind wir dazu bereit, in die Schulen zu gehen, um die Kinder zu impfen“, bestätigte BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl dem FT. Es sollten jedoch mindestens 15 bis 20 Schülerinnen und Schüler zusammenkommen. Und ganz wichtig: „Zumindest ein Elternteil muss beim Impftermin anwesend sein.“

Neue Kapitel für Impfzentren: Drittimpfungen stehen an

Grundsätzlich nehmen immer mehr 12- bis 16-jähriger Kinder in Absprache mit den Eltern die Impfangebote wahr, teilt Söhl mit. So erhielten bei der Sonderaktion Ende Juli etwa 480 Jugendliche dieser Altersgruppe Biontech – zu einem Zeitpunkt, als es den beruhigenden beziehungsweise animierenden Faktor einer STIKO-Empfehlung noch gar nicht gab. Auch bei der Impfaktion beim Möbelhaus IKEA in Eching waren von den 336 Geimpften fünf Dutzend 12- bis 16-Jährige dabei. Söhls Zwischenfazit: „Es geht was voran.“

Für das Impfzentrum beginnt ab kommender Woche ohnehin ein neues Kapitel. Denn ab 13. oder 14. September, so ist es geplant, schwärmen die mobilen Impfteams wieder in die Altenheime aus, um bei den Über-80-Jährigen die Drittimpfung vorzunehmen.

Viel Organisatorisches steht noch in den Sternen

Bei allen anderen Interessierten steht das weitere Vorgehen indes noch in den Sternen. „So wie es aussieht, nimmt der Impfschutz etwa sechs Monate nach der zweiten Spritze ab“, erklärt der BRK-Chef. Fakt ist aber auch, dass alle, die eine Zweitimpfung erhalten haben, sich entweder von der Online-Plattform abgemeldet haben oder ihre Registrierung gelöscht wurde. Noch ist laut Söhl nicht klar, wie und bei wem die Anmeldung für Drittimpfungen stattfindet.

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