Ein Arzt impft einen Patienten
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Corona-Impfungen sollen bald auch in Freisinger Hausarzt-Praxen stattfinden. Symbolbild

Impfreihenfolge verändert sich aber nicht

Impfen in den Praxen: „Alle Hausärzte sind hoch motiviert“ - Vorbereitungen laufen

  • Helmut Hobmaier
    vonHelmut Hobmaier
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Wenn genügend Impfstoff vorhanden ist, sollen auch die Hausärzte in den Praxen impfen. Die Bereitschaft dazu ist im Kreis Freising sehr hoch.

Landkreis – Bis zu 1500 Impfungen täglich soll der Landkreis leisten – wenn endlich genügend Impfstoff zur Verfügung steht. Die Vorbereitungen dazu laufen, und die Hausärzte spielen dabei eine tragende Rolle: Sie sollen in den Praxen impfen. Die Bereitschaft dazu ist sehr hoch.

In einem ersten Schritt hat das Landratsamt Freising nun sieben im Landkreis verteilte Hausärzte aquiriert und offiziell als „Satelliten“ des Impfzentrums gemeldet. Das bedeute aber keineswegs, dass die restlichen gut 50 Hausärzte des Landkreises nicht mitziehen würden, betont Robert Stangl, Pressesprecher des Landratsamts: „Alle sind hoch motiviert und haben ihre Bereitschaft signalisiert, in den Praxen zu impfen“, so Stangl. Zunächst müssten aber noch die Verhandlungen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns mit dem Gesundheitsministerium abgewartet werden.

Priorisierung bleibt

Ein Drittel des zuletzt gelieferten Impfstoffs stammte, wie berichtet, von der Firma AstraZeneca, der an Menschen unter 65 Jahren verimpft werden soll. Die Impfprioritäten würden sich dadurch allerdings nicht verändern, wie Stangl klarstellt: Zunächst kann sich aus dieser Altersgruppe jeder impfen lassen, der in die höchste Priorität fällt. Erst wenn hier Impfstoff von AstraZeneca übrig bleibe, könnten auch unter 65-Jährige geimpft werden, die der zweiten Prioritätsgruppe angehören. Ein Wechsel zwischen den Prioritäten ist nicht möglich.

Am Impfzentrum Freising wurden die Zeiten ausgeweitet: „Wir impfen jetzt von 7.30 Uhr bis 20 Uhr“, berichtet Hubert Böck, stellvertretender Leiter des Impfzentrums an der Steinkaserne. 400 Landkreisbürger kommen derzeit täglich an die Reihe. Daher musste neues Personal eingestellt und weitere ehrenamtliche Mitarbeiter eingesetzt werden, die die Impfaktion vor allem am Abend und an den Wochenenden unterstützen. Dank des Wartezelts, das gerade aufgestellt wurde, lässt sich die Impfkapazität auf 500 pro Tag erhöhen. Wenn die Hausärzte als „Außenstellen“ mitimpfen, soll die Rate auf täglich bis zu 1500 erhöht werden, was im März/April bereits der Fall sein könnte, wie Hubert Böck erklärte.

Hausärzte ziehen mit

Auch er betonte die hohe Bereitschaft der Hausärzte im Landkreis. Die Resonanz sei durchweg sehr positiv gewesen. Auch wenn man noch nicht einmal mit allen Ärzten Kontakt aufgenommen habe, sei die Zahl der Meldungen bereits sehr hoch. „Wir können allerdings noch nicht zu den Impfungen in den Außenstellen einladen“, berichtet Böck, „weil die auf der Impfplattform noch nicht eingepflegt worden sind.“ Er geht aber davon aus, dass die Software in etwa einer Woche aktualisiert worden sei.

Offene Fragen gibt es auch noch, was die Priorisierung der Patienten betrifft, die künftig in den Außenstellen (Praxen) geimpft werden. Vermutlich werde da jeder Arzt die Priorisierung seiner Stammpatienten selbst vornehmen.

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