Eine Mitarbeiterin eines Seniorenheims hält ein elektronisches Fieberthermometer hoch.
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Normalität sieht anders aus: Für die Seniorenheime sind die Besuchsregelungen trotz Impfungen nicht gelockert. Symbolbild

Landratsamt erklärt

Impfkampagne weitgehend abgeschlossen: Aber weiterhin Schutzmaßnahmen für Seniorenheime im Kreis Freising

Obwohl die Impfkampagne in den Senioreneinrichtungen im Kreis Freising weitgehend abgeschlossen ist, bleiben die Schutzmaßnahmen aufrechterhalten. Das Landratsamt erklärt den Hintergrund.

Landkreis – Während die Fallzahlen überall steigen, bleiben die Senioren- und Pflegeheime im Landkreis Freising inzwischen von Corona-Infektionen weitgehend verschont. Nachdem die mobilen Impfteams dreimal sämtliche Einrichtungen besucht haben, ist die Impfung aller impfwilligen Bewohner und Mitarbeiter längst abgeschlossen. Dennoch bittet das Landratsamt Freising alle Angehörigen und Besucher um Verständnis dafür, dass die Einrichtungen ihre Hygiene- und Schutzmaßnahmen weiter aufrechterhalten müssen.

Britische Mutation macht Großteil der aktuellen Infektionen aus

„Auch wenn die Impfkampagne in den Heimen sehr weit fortgeschritten ist, sind natürlich nicht alle Bewohner und Mitarbeiter geimpft“, heißt es in der Meldung: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sei es „zurzeit ferner noch unsicher, in welchem Maße auch Geimpfte nach Kontakt mit dem Erreger diesen vorübergehend noch in sich tragen und andere Personen anstecken können „Die Impfstoffe gegen COVID-19 versprechen einen guten individuellen Schutz vor einer Erkrankung. Trotzdem sollten auch Personen, die geimpft sind, bis auf Weiteres Maske tragen, sich an die Hygiene- und Abstandsregeln halten“, empfiehlt das RKI. Zudem sei ein Großteil der aktuellen Infektionen im Landkreis auf die britische Mutation des Virus zurückzuführen, die ansteckender ist als der sogenannte „Wildtyp“.

Erneute Quarantänezeit bei Infektion

Pressesprecher Robert Stangl abschließend: „Infiziert sich eine Bewohnerin, ein Bewohner oder eine Pflegekraft mit Corona, hätte das eine erneute Quarantänezeit zur Folge. Ein betroffener Bewohner müsste in seinem Zimmer isoliert werden, dürfte keinen Kontakt zu anderen Bewohnern oder Besuchern haben – eine Minderung der Lebensqualität. Ein Fall in der Belegschaft bedeutet für die Einrichtung weniger Personal für die Versorgung der Bewohner.“ ft

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