Werkstück

In den Abgründen von Hinterkaifeck

Nicht der Mörder, sondern die Premiere zu „Hinterkaifeck – ein Mordfall“ steht vor der Tür. Der Tür der Vhs.

Freising Die Gruppe WerkStück führt das Theaterstück des Freisinger Autors Reinfried Keilich am morgigen Freitag, 13. Oktober, erstmals ab 20 Uhr in den Räumen der vhs Freising auf. Aber es gibt noch zahlreiche weitere Termine. Hinterkaifeck steht für den brutale Sechsfachmord an den Bewohnern des Einödhofs Hinterkaifeck im Jahre 1922 in der Gemeinde Wangen, im Amtsbezirk Schrobenhausen. Der Autor Reinfried Keilich nahm sich des bis heute ungelösten Falls an, beleuchtet in seinem Drama mit psychologischem Scharfsinn die Beziehungen innerhalb der Familie Gruber und ergründet dadurch mögliche Motive für die schreckliche Bluttat. War es ein Fememord oder doch begründet durch das inzestuöse Verhältnis zwischen Vater und Tochter? Es bestehen Andeutungen, in diese und in andere Richtungen, der Zuschauer wird mit seinen Spekulationen aus der Aufführung gehen. Die Tat aufzuklären vermögen auch das Stück und das Ensemble nicht, doch es wird die Zuschauer in die Enge des bäuerlichen Alltags vor der Mordnacht entführen, in die kleinen Welten der Protagonisten. Begleitend hierzu ist in den Gängen der vhs Freising, Kammergasse 12, eine Ausstellung zu dem Mordfall, der Theatergruppe WerkStück und dem Autor zu besichtigen. Zusätzlich ergänzen Leihgaben des Fördervereins „Altes Gefängnis“ den thematischen Rahmen.

Weitere Aufführungstermine sind Samstag, 14., Donnerstag, 19., Freitag, 20., Samstag, 21., Donnerstag, 26., Freitag, 27., Samstag, 28. und Montag, 30. Oktober. Einlass mit Abendkasse ab 19.15 Uhr, Beginn 20 Uhr. Auf Grund der bereits vorliegenden Anmeldungen zu den Aufführungen „Hinterkaifeck – ein Mordfall“ wird um vorherige Reservierung über die vhs Freising unter www.vhs-freising.org oder Tel. (0 81 61) 4 90 70 gebeten.

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