Flughafen

International gesuchter Schläger verhaftet

Er gehört zur gewalttätigen Gattung Mensch: An Weihnachten 2014 hatte ein staatenloser 30-Jähriger im schwedischen Uppsala offenbar zusammen mit Komplizen einen anderen Mann unter anderem mit Fußtritten und einem Messer schwer verletzt. Nach seiner Verurteilung hatte er sich laut Bundespolizei wohl ins Ausland abgesetzt. Am Mittwochnachmittag landete der Mann jedenfalls mit einer Maschine aus Kairo am Flughafen – und wurde verhaftet.

Flughafen– Laut Vorwurf der schwedischen Ermittlungsbehörden hatten die insgesamt vier Schläger ihr Opfer mit Faustschlägen und Fußtritten gegen Kopf und Körper malträtiert. Außerdem sollen sie den Mann mit einem Messer an der Hand verletzt und ihm ins Gesicht gebissen haben. Das Opfer soll neben Abschürfungen auch offene Wunden erlitten haben. Im Juni 2017 fällte ein Richter beim zuständigen Strafgericht das Urteil gegen den Staatenlosen: ein Jahr und neun Monate Haft. Gleich danach war der Verurteilte untergetaucht. Da die schwedischen Behörden den Gesuchten im Ausland vermuteten, suchte die Staatsanwaltschaft in Stockholm seit Mitte April dieses Jahres mit internationalem Haftbefehl nach dem verurteilten Schläger. Der Mann muss noch gut zwanzig Monate der verhängten Strafe absitzen.

Jetzt blieb der 30-Jährige im Fahndungsnetz der Bundespolizei am Münchner Airport hängen, als er aus Ägypten angekommen in München einreisen wollte. Tags darauf führten die Bundespolizisten den Festgenommenen dem Haftrichter in Erding vor und lieferten ihn anschließend in die Justizvollzugsanstalt in München-Stadelheim ein. Dort muss er dass Auslieferungsverfahren abwarten.

Rubriklistenbild: © dpa

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