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Die Stadtkapelle setzte in der Luitpoldhalle zu wahren Höhenflügen an.

Jahreskonzert der Stadtkapelle

Bravourös in allen Spielarten der Blasmusik

Immer wenn man denkt, das könne doch gar nicht mehr besser und schöner werden, belehrt einen die Stadtkapelle Freising eines Besseren. Beim Jahreskonzert am Samstag setzte das Ensemble neuerlich zu musikalischen Höhenflügen an.

von andreas beschorner

Freising – Der Eindruck täuschte nicht: Die Freisinger Stadtkapelle bestand heuer aus noch mehr Mitwirkenden als in den Jahren zuvor. Dirigent und „Mister Stadtkapelle“ Jürgen Wüst – traditionell beim Jahreskonzert mit einem Frack angetan – hatte dieses Mal noch mal ein Dutzend mehr Musiker unter seiner Fittiche als sonst. Der Bezeichnung „symphonisches Blasorchester“ entsprach die Freisinger Stadtkapelle also 2017 noch mehr als früher. Doch nicht nur quantitativ, auch qualitativ konnte das Ensemble noch einmal zulegen, so der Eindruck, der sich den zahlreichen Zuhörern in der Luitpoldhalle aufdrängte.

Böhmisch ging es los – mit dem „Gruß an Böhmen“ von Vaclav Vackar und der „Böhmischen Liebe“ von Mathias Rauch, gefolgt von dem Walzer „Maly Darek“ von Mark Sven Heidt und der schnellen „Katharinen-Polka“ von Kurt Gäble. Schon da wurde das geboten, was man von der Stadtkapelle gewohnt ist: Ob Marsch oder Walzer, ob Schnellpolka oder langsame Stücke – das Orchester beherrscht alle Spielarten der klassischen und der konzertanten Blasmusik. Denn die Aufführung von Giacchino Rossinis „Wilhelm Tell Galopp“ oder auch des „Perpetuum Mobile“ von Johann Strauss waren an Präzision, an Ausdrucksstärke, an Intensität und musikalischer Raffinesse kaum zu übertreffen, und zeigten, welch große Bandbreite die Stadtkapelle inzwischen „drauf hat“ und dass es nichts gibt, was das Ensemble nicht tadellos zu meistern im Stande wäre.

Das gilt auch für moderne Songs und Kompositionen aus dem Bereich der U-Musik: Die „Indiana Jones Selection“, also ein Medley aus den bekanntesten Stücken der „Indiana Jones“-Kinoreihe, „Ross Roy“ von Jacob de Haan oder auch „How to train your Dragon“ von John Powell, die Titelmelodie aus dem 3D-Animations- und Action-Film „Drachenzähmer“, waren weitere Höhepunkte eines Konzerts, das das Publikum zu Recht begeisterte.

Eingestimmt worden waren die Zuhörer ebenfalls schon traditionell vom Jugendblasorchester unter Leitung von Beate Kittsteiner. Der Nachwuchs hatte sich zum Beispiel „Summertime“ von George Gershwin oder auch den Disco-Hit „I will survive“ vorgeknöpft.

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