Koalition in Österreich perfekt!

Koalition in Österreich perfekt!
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Johannes Becher (l.) will Christian Magerl nachfolgen. 

Johannes Becher (Grüne) designierter Landtags-Kandidat

In den Fußstapfen Magerls

Er will sich selbst nicht zu wichtig nehmen. Er will, und auch das hat er von Christian Magerl gelernt, bodenständig bleiben: Johannes Becher, genannt Jojo, 29 Jahre jung, aus Moosburg und der Mann, der als Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen in die Fußstapfen Magerls treten will.

Freising – Am 19. Oktober sollen (und werden) die Kreis-Grünen Becher zum Direktkandidaten für die Landtagswahl im September 2018 küren. Und der hat, wenn er denn ins Maximilianeum einzieht, Großes vor: Man brauche auch nach dem Abschied von Magerl „im Landtag einen glaubwürdigen Widerstandskämpfer gegen die dritte Startbahn, der dem Söder Contra gibt.“ Jenem Söder, den er bei den inzwischen bekannten „grünen“ Singspielen so herrlich verkörpert.

2018 wird also für Becher ein wichtiges Jahr werden: Er wird am 2. Juli 30, ist dann seit zehn Jahren Stadtrat in Moosburg und auch Kreisrat, seit fünf Jahren dann Bezirksrat und auch seit fünf Jahren persönlicher Referent von MdL Magerl. Nachdem der Ortsvorsitzende der Grünen in Moosburg und Bürgermeisterkandidat von 2014 in der Dreirosenstadt bisher sein politisches Engagement also ehrenamtlich ausübte, will Becher jetzt als MdL hauptberuflich Politiker sein.

Ganz oben auf der Themenliste, die er sich für die kommenden Monate vorgenommen hat, steht die dritte Startbahn: „Die Belastungsgrenze ist erreicht“, sagt Becher, der zwar nicht so sehr an vorderster Front, ab von Anfang an schon immer dabei war, wenn es gegen den Flughafenausbau ging, wie er sagt.

„Es kann nicht ganz Bayern in unsere Region ziehen“, formuliert Becher den Zuzug, den eine dritte Startbahn bedeuten würde und der den eklatanten Mangel an kaum mehr bezahlbaren Wohnraum noch weiter steigern und anheizen würde.

Becher will sich auch für nachhaltige Verkehrskonzepte einsetzen, will ÖPNV und das Fahrradnetz verbessern, setzt außerdem auf einen weiteren Ausbau des schnellen Internets und auf wirksame Maßnahmen, um den Klimawandel aufzuhalten.

Und Becher will angesichts von „Rechtsextremen, Rassisten und Nationalisten“ die weltoffene Gesellschaft, die Freiheiten des Grundgesetzes und die Demokratie bewahren. Wie groß seine Chancen sind, in den Landtag gewählt zu werden, hängt auch von dem Platz ab, den man ihm auf dem Landesparteitag der Grünen im Januar zubilligt.

Gegen wen der Jurist mit Staatsexamen im Landkreis antreten wird, weiß er noch nicht. Auf Nachfrage unserer Zeitung haben die „Amtsinhaber“ und amtierenden Abgeordneten Florian Herrmann (CSU) und Benno Zierer (FW) bekundet, dass sie wieder antreten.

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