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JoHo-Robotik-Team ist „Welt-Klasse“: Trio aus Freising belegt beim Weltfinale den zwölften Platz

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Von: Manuel Eser

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Daumen hoch: Leonhard Buchner, Felix Rosner und Maximilian Schweiger haben sich gegen die weltweite Konkurrenz bei der World Robot Olympiad hervorragend behauptet.
Daumen hoch: Leonhard Buchner, Felix Rosner und Maximilian Schweiger haben sich gegen die weltweite Konkurrenz bei der World Robot Olympiad hervorragend behauptet. © Schule

Drei Schüler des Josef-Hofmiller-Gymnasiums haben es beim der World Robot Olympiad weit gebracht - der Lohn zweier Nachtschichten mit wenig Schlaf.

Freising – Großer Erfolg für ein Schüler-Trio des Robotik-Projekts am Josef-Hofmiller-Gymnasium in Freising: Leonhard Buchner, Felix Rosner und Maximilian Schweiger haben im Finale der World Robot Olympiad (WRO) einen tollen zwölften Platz belegt. Im Wettkampf mit 49 anderen Teams aus aller Welt zeigte das Trio eine starke Leistung – der Lohn zweier Nachtschichten mit wenig Schlaf.

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Es war die dritte Teilnahme eines JoHo-Teams an einem WRO-Weltfinale. „Die Qualifikation erfolgt üblicherweise über Regionalentscheide und das Deutschlandfinale“, erklärt Manuel Pitsch, JoHo-Lehrer und Teamcoach der drei Jugendlichen. Maximilian Schweiger konnte sich 2018 schon fürs Weltfinale qualifizieren, die beiden weiteren Teammitglieder waren erstmals dabei. Insgesamt ging das JoHo mit zehn Teams in die Saison. Fürs Weltfinale qualifizierte sich allerdings „nur“ das Team mit Buchner, Rosner und Schweiger. Die drei, allesamt Teilnehmer des P-Seminars Robotik Q 12, nahmen in der Altersklasse Senior teil. Hier messen sich die 15- bis 19-Jährigen.

Der Roboter legt los: Auf einem standardisierten Spielfeld musste die Maschine der JoHo-Schüler Gegenstände von A nach B fahren – mit großem Erfolg.
Der Roboter legt los: Auf einem standardisierten Spielfeld musste die Maschine der JoHo-Schüler Gegenstände von A nach B fahren – mit großem Erfolg. © Schule

Pandemiebedingt wurde der Wettbewerb, der unter dem Motto „Power Bots – The Future of Energy“ stand, dieses Jahr nicht an einem festen Wettbewerbsort ausgetragen, sondern online durchgeführt. Die Teams mussten dabei in zwei Runden jeweils innerhalb von 24 Stunden eine Aufgabe lösen. In der Hauptsache ging es in der Altersklasse Senior darum, einen Roboter zu bauen, der Häuser bedarfsgerecht mit erneuerbaren Energien versorgt. Auf einem standardisierten Spielfeld musste der Roboter drei verschiedene Typen von Blöcken (Energieeinheiten) von verschiedenen Orten zu drei Häusern bringen. „Dabei musste an den Häusern abgelesen werden, welche Elemente gebracht werden sollen“, berichtet Pitsch. „Beim Weltfinale gab es eine ,Surprise Rule’ genannte Zusatzaufgabe an Tag eins und eine komplett andere Aufgabenstellung an Tag zwei.“

Das Trio legte lange Nachtschichten ein

Den drei Tüftlern des JoHo gelang es an beiden Tagen, ein Video mit der vollen Punktzahl einzureichen, elf Teams der weltweiten Konkurrenz schafften dies jedoch mit schnelleren Laufzeiten. So blieb am Ende Platz zwölf. „Das ist schon wahnsinnig gut“, betont Pitsch. „Die Schüler haben eine Superleistung gezeigt – in einer durch die Pandemie und damit einhergehende Schulschließungen schwierigen Zeit.“

Und das Trio gab alles, opferte für den Erfolg sogar den Schlaf. Denn nachdem das JoHo-Team am Donnerstag um 13 Uhr die erste Aufgabe erhalten hatte, arbeitete es bis in die Morgenstunden des Freitags an der Lösung, das erforderliche Video konnte gegen 9 Uhr morgens hochgeladen werden. Nach wenigen Stunden Schlaf ging es darum, auch die „Second Day Challenge“ zu bewältigen. „Die Bearbeitung gelang ohne komplette Nachtschicht“, verrät Pitsch. „Mehr als fünf Stunden Schlaf waren aber trotzdem nicht drin. Schließlich galt es, den Roboter für die neue Aufgabe zu optimieren.“

Als am Sonntag um 13 Uhr die Ergebnisse per Stream bekannt gegeben wurde, freuten sich die angehenden Abiturienten über ihren zwölften Platz. Das Ziel, sich im oberen Drittel der 50 Teilnehmer platzieren zu können, wurde sogar noch übertroffen. Sieger bei den Seniors wurde ein Team aus Taiwan, gefolgt von Indonesien und Russland. Ohne die tatkräftige Unterstützung der Sponsoren Texas Instruments, Bürgerstiftung Freising, des Elternbeirats und des Freundeskreises des Josef-Hofmiller-Gymnasiums, die zusammen mit der Stadt Freising als Sachaufwandsträger die Ausstattung des JoHo im Bereich Lego Robotik gewährleisten, wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.

Das Motto „My Robot My Friend“ der WRO in der kommenden Saison rückt den Einsatz von Robotern als Unterstützer im Alltag in den Fokus. Mit Dortmund stellt im November 2022 Deutschland den Austragungsort des Weltfinals.  

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