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Die Cantores de Monte Docto ließen zahlreiche Meister der Renaissance lebendig werden.

Jubiläumskonzert 25 Jahre Renovabis

Aus dem Senfkorn wurde ein Baum

Mit festlicher Vokalmusik und Orgelwerken der Renaissance wurde am Samstagabend das 25-jährige Bestehen von Renovabis gefeiert. Es war bereits das zweite Benefizkonzert zugunsten des katholischen Hilfswerkes, zu dem die Domkirchenstiftung in den Mariendom geladen hatte. Anlässlich des Jubiläums empfing Renovabis-Hauptgeschäftsführer Christian Hartl im Anschluss zahlreiche „Geburtstagsgäste“ im Renaissance-Hof des Kardinal-Döpfner-Hauses.

Freising–Seit einem Vierteljahrhundert unterstützt Renovabis Menschen in den krisengeschüttelten Regionen in Ost- und Südosteuropa. 23 000 Projekte mit 715 Millionen Euro seien in dieser Zeit verwirklicht worden, erinnerte Hartl. Projekte im Bildungsbereich, die Förderung von Jugendarbeit oder ökumenische Initiativen: die Palette sei groß.

Ganz anschaulich erzählten zwei Renovabis Stipendiaten aus Kroatien und der Ukraine über die in ihren Herkunftsländern üblichen katholischen Riten. Dank des Hilfswerkes konnten die beiden jungen Menschen ein Studium der Theologie in Deutschland aufnehmen. Die Marienverehrung sei in ihrer Heimat sehr verbreitet, erzählte Valentina. Wallfahrten zur Gottesmutter seien üblich. Nicolas aus der Ukraine bestätigte die Tradition der Marienfrömmigkeit auch in seiner Heimat.

Ganz passend zum Monat Mai stand nämlich das Benefizkonzert ganz im Zeichen der „Himmelskönigin“. Viele große Meister der Renaissance ließen die „Cantores de Monte Docto“ mit Beate Hariades (Sopran), Nicholas Hariades (Altus), Sebastian Schäfer (Tenor) und Martin Burgmair (Bass) lebendig werden. Gregorianische Gesänge, unter anderem von Orlando die Lassi oder Claudio Monteverdi, erfüllten das Kirchenschiff. An der Orgel interpretierte Domorganist Benedikt Celler Werke von Dietrich Buxtehude, Nicolas de Grigny und des zeitgenössischen Komponisten Jósef Swider.

Für Renovabis sei es ein „Glücksfall“ gewesen, dass es im Jahr 1993 seine Geschäftsstelle im Kardinal-Döpfner-Haus habe einrichten dürfen, sagte Hartl. Die rund 50 Mitarbeiter fänden hier optimale Arbeitsbedingungen. Weihbischof Bernhard Haßlberger verglich das Hilfswerk mit einem „Senfkorn“, aus dem ein stattlicher Baum geworden sei. Viele „Vögel“ – er erinnerte damit an die zahlreichen Projekte von Renovabis – würden darin nisten.

Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher bedankte sich für das Konzert: „Musik ist eine Universalsprache, mit der man Brücken schlagen kann“. maria martin

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