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Mit einem vielseitigen und anspruchsvollen Konzert begeisterte die Stadtkapelle Freising unter der Leitung von Jürgen Wüst das Publikum in der Luitpoldhalle.

Konzert von Stadtkapelle und Juigendblasorchester

Mit viel Schwung hinein in den Frühling

Freising - Freunde der konzertanten Blasmusik kamen am Samstag Abend voll auf ihre Kosten. Die Stadtkapelle Freising mit ihrem Dirigenten Jürgen Wüst und das Jugendblasorchester der Musikschule Freising unter Leitung von Beate Kittsteiner begeisterten das mit einem vielseitigen und anspruchsvollen Konzert zum Frühlingsbeginn.

Zu Recht ist dieses Orchester ein Aushängeschild der Stadt Freising. Und dass sich im vergangenen Jahr gleich mehrmals die Gelegenheit geboten hatte, dies zu zeigen, darauf waren die jungen Musiker schon ein „bisserl“ stolz. Sowohl die Teilnahme am Empfang der Staatschefs zum G7-Gipfel am Münchner Flughafen im Juni, als auch ein Gastauftritt auf der Grünen Woche in Berlin im Januar seien unvergessliche Erlebnisse gewesen, erinnerte der stellvertretende Musikschulleiter Odilo Zapf eingangs. Größtes Kompliment für die Akteure des Frühjahrskonzertes war jedoch das große und gut gelaunte Publikum, das diesen besonderen Abend in der vollbesetzten Luitpoldhalle sichtlich genoss. Ganz beschwingt eröffnete das Jugendblasorchester mit einem Arrangement auf den Song „Say, Say, Say“ von Paul McCartney und Michael Jackson das Konzert. „Fly me To The Moon“: Frank Sinatra hat diesen Titel bereits im Jahr 1964 unvergesslich gemacht. In Freising interpretierte ihn Anna Buchmeier mit glasklarer Stimme. Im Anschluss nahm die Stadtkapelle dann die Zuhörer mit auf eine Reise, die vom schwungvoll-heiteren Marsch „Venezia“ von Gaetano Fabiani über die „Polka mit Herz“ bis hin zum „Ägyptischen Marsch“ reichte. Kaum zu glauben, mit welch differenzierten Klängen Walzerkönig Johann Strauß hier eine Welt voll geheimnisvoller Rhythmik eröffnet. Der Stadtkapelle gelang es hervorragend, dieses variantenreiche Stück in einen temperamentvollen Melodienwirbel umzusetzen. Auch der Ausflug in die Welt der Operette gelang mit der „leichten Kavallerie“ von Franz von Suppé bestens. Der Titel könne leicht in die Irre führen, erinnerten die beiden Moderatoren des Abends, Sophia Meier und Bartek Albinski. Das Publikum möge doch selber entscheiden, ob aus der „leichten Kavallerie“ nicht eine „schwere“ werde, scherzten sie. Denn der Komponist habe in seinem Werk jede Menge anspruchsvolle Passagen eingebaut. Hatte das Ensemble bereits bis zur Pause enorm an Qualität vorgelegt, so wurde zum Finale dem Ganzen noch eins drauf gelegt. Die Musiker glänzten mit Interpretation von Filmmusik. Schier unglaublich, mit welcher Präzision und wie spannend der Zuhörer hier auf eine Weltreise mitgenommen wurde. Lässig ließen die Posaunisten das Trompeten der Elefanten ertönen und auch die Schiffsglocke bei der Einfahrt in den New Yorker Hafen war zu hören. Der Wunsch nach Zugabe wurde mit dem Marsch „Gruß an Freising“ erfüllt. Dirigent: der frühere Musikschulleiter Franz Kiermaier.

Maria Martin

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