Schmiererei statt Graffiti-Kunst: Hier soll etwas ganz Neues entstehen. Das wünschen sich die Jugendlichen Freising schon lange. Passiert ist aber noch nichts.Gleixner

Graffiti soll erneuert werden

Jugendstadtrat wartet auf Antwort der Stadtverwaltung

Freising - Es geht nichts weiter in Sachen Graffiti an der Unterführung nach Lerchenfeld. Das beklagen die Vertreter des Jugendstadtrats. Und der Spaß am Eislaufen ist beim Freisinger Nachwuchs auch etwas getrübt.

Das Graffiti in der Unterführung zwischen Freising und Lerchenfeld beschäftigte den Jugendstadtrat vergangenen Donnerstag erneut: Diese Graffitis wollen die Jugendlichen erneuern. Ein Malwettbewerb als Grundlage für das Motiv ist angedacht. Jetzt hat sich der Jugendstadtrat Rat und Unterstützung einer erfahrenen Stadträtin erbeten: Rosi Eberhardt war bei der jüngsten Sitzung mit dabei. Die Jugendlichen haben bereits eine genaue Vorstellung davon, wie das Ganze ablaufen soll. Und das schon lange: Bereits am 28. Januar dieses Jahres haben sie einen Antrag für ihr Vorhaben gestellt, warten allerdings seither vergeblich auf eine Rückmeldung aus der Stadtverwaltung Freising, wie Stadtjugendpfleger Fritz Andresen sagte. „Das ist schade, wir würden wirklich gerne beginnen“, beteuerte Philomena Böhme. „Es ist unser erstes Projekt. Wir wissen auch, dass es kein Kleines ist. Trotzdem wäre eine Antwort hilfreich.“ Die 16-jährige engagiert sich sehr für das Vorhaben, das ihr nach eigenen Worten sehr am Herzen liegt. Nun hoffen die Jugendvertreter, dass Rosi Eberhardt das lange Warten beenden kann, eine Reaktion aus der Verwaltung kommt und sie endlich voll und ganz mit derPlanung beginnen können. Im Rahmen eines Workshops unter professioneller Anleitung sollen junge Künstler aus Freising, die zuvor einen Vorschlag einreichen, die einzelnen Platten der Unterführung künstlerisch neu gestalten und besprayen. Es stand auch die Überlegung im Raum, das zusammen mit Lehrern von Freisinger Schulen zu organisieren – überraschenderweise hätten hier nur Wenige Interesse gezeigt. Ein weiterer Punkt, über den die Jugendlichen sich intensiv austauschten, ist die Freisinger Eishalle. Kritisiert wird, dass der Schlägerlauf abgeschafft wurde. „Früher sind wir jeden Samstag mit einem Schläger und einem Puck auf die Eisfläche und haben alle zusammen locker gespielt“, berichtete Felix Pentenrieder (14). „Meinen Freunden und mir ist durch die Abschaffung dieses Schlägerlaufs die Lust am Eislaufen ziemlich vergangen“. Außerdem beklagen die Jugendlichen, dass es keine Spinde gibt. „Mein Handy ist mir im Winter kaputtgegangen, weil ich es mit aufs Eis nehmen musste und es mir aus der Tasche gefallen ist“, beklagte sich Philomena. Taschen und Geldbeutel müsse man ohnehin unbeaufsichtigt lassen. Stadträtin Rosi Eberhardt versprach auch hier Unterstützung.

Pascal Fuchs

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