Julia Schröter und Band auf der Bühne im Amtsgerichtsgarten in Freising.
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Mit ihrem Konzert beim Sommerwunder hat Julia Schröter den ausverkauften Amtsgerichtsgarten begeistert.

Sängerin profitiert von großen Bühnen

Jazz erobert Herzen des Publikums:
Julia Schröter und Band sind ein Höhepunkt des Sommerwunders

Jazz hat in Freising einen Namen: Julia Schröter. Die Sängerin und ihre Band verzauberten das Publikum beim Sommerwunder.

Freising – Jazz ist in Freising weiblich und hat einen Namen: Julia Schröter. Mit ihrem jüngsten Konzert beim Freisinger Sommerwunder hat sie nicht nur den ausverkauften Amtsgerichtsgarten begeistert, sondern sich auch an die Spitze der Jazz-Stimmen des Landkreises katapultiert. Keine Frage: Diese Frau braucht große Bühnen!

Der Amtsgerichtsgarten platzte fast aus allen Nähten

Wieder einmal war es ein Jazz-Konzert, das den Amtsgerichtsgarten fast aus allen Nähten platzen ließ – trotz verhangenem Himmel und Uhrzeit. Und sofort war auch klar, dass ihre Band perfekt harmonierte und die Blue-Note längst inhaliert haben. Das „Feeling in my Stomach“, ein eigener Song, leuchtete hell und in den besten Jazz-Färbungen mit Swing-Anleihen. Schröters Stimmleistung mit hervorragend getimten Phrasierungen bei jedem Song aufs Neue faszinierend.

Es war ein außergewöhnliches Jazz-Konzert, das den Amtsgerichtsgarten fast aus allen Nähten platzen ließ – trotz des wolkenverhangenen Himmels.

Die Sängerin profitiert von großen Bühnen, denn dort kommt auch ihre charismatische Ausstrahlung am besten zur Geltung. Sehnsüchtig und im Dialog mit dem Saxofon sorgte auch „Sophisticated Lady“ für anhaltenden Zwischenapplaus. Dicht, atmosphärisch und mit eigenem Verve brachte die Band diesen ganz speziellen Sound auf die Bühne, der weniger etwas von einer Matinee hatte, sondern viel mehr von einem Abend-Konzert.

„Was für eine Stimme“

Julia Schröters Jazz-Interpretationen glimmen vor allem durch einen modernisierten Herzschlag, der allerdings immer Referenzwerte zu den Ursprüngen aufweist. Damit gelingt ihr ein Brückenschlag, der innovativ wie auch inspirierend ist und Freising als Auftrittsort für Jazzer deutlich stärkt. Gerade durch die charmante und gekonnte Mischung der Stile spricht Schröter ein breites Publikum an, das seine Begeisterung durch tosenden Applaus Ausdruck verlieh. Denn selten hat die Domstadt eine schönere Version von „The Man I Love“ nach einem Arrangement von Ella Fitzgerald gehört, und selten hat ein Titel besser gepasst zum Sonntagmittag als „Black Coffee“.

Natürlich ist das auch einer virtuosen Band zu verdanken: Stephan Weiser am Piano, Heiko Jung am Bass, Matthias Huber am Saxophon und Querflöte und der Allrounder Stephan Treutter am Schlagzeug. So war das Schröter-Konzert im Amtsgerichtsgarten ein absoluter Höhepunkt der diesjährigen Sommerwunder-Saison und der Auftritt der Sängerin denkwürdig. Hier ist eine Freisinger Künstlerin, die ihren Jazz liebt und lebt und dadurch zu einem musikalischen Aushängeschild der Stadt geworden ist. „Was für eine Stimme“, sagte ein Zuschauer während der Pause staunend. Was soll man sagen: Er hat recht!

Richard Lorenz

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