Hilfe für Familie in Oberwölz

KAB Lerchenfeld unterstützt Flutopfer

Schwere Unwetter haben Anfang August in der Obersteiermark eine Spur der Verwüstung hinterlassen – unter anderem auch in der Gemeinde Oberwölz, mit der Freising seit Jahren freundschaftlich verbunden ist. Jetzt unterstützt die KAB Lerchenfeld eine hochwassergeschädigte Oberwölzer Familie.

Freising/Oberwölz – „Ich habe im Auto über die schweren Verwüstungen im Raum Oberwölz gehört“, schildert KAB-Schriftführer Anton Wildmoser: Der Schöttlbach und der Schönbergbach in Oberwölz waren nach heftigem Starkregen über die Ufer getreten und hatten massive Schäden im Zentrum der Gemeinde verursacht – wie schon im Jahr 2011, als ein starkes Unwetter wütete.

Zu der Kommune und auch ihren Repräsentanten hegt die Lerchenfelder KAB im Rahmen der Städtefreundschaft mit Freising seit knapp zehn Jahren gute Verbindungen. Deswegen dachte sich Wildmoser: „Da muss man doch helfen.“ Dazu der Lerchenfelder KAB-Vorsitzende Erwin Jobst: „Am selben Tag, als die Katastrophen-Meldungen aus Oberwölz im Radio gesendet wurden, hatten wir abends eine KAB-Vorstandssitzung. Da hat der Toni Wildmoser den Spendenvorschlag eingebracht.“ Und das Gremium beschloss: 1000 Euro fließen vom KAB-Konto für eine in Not geratene Familie in Oberwölz.

Erwin Jobst nahm daraufhin Kontakt zu seinem Freund, dem Altbürgermeister der Steiermark-Gemeinde Siegfried Krainer auf. Und der wusste bald, wem die KAB-Spende zugutekommen soll: Agnes Hansmann, ihrem Lebensgefährten Hans Plank und deren Sohn Martin (14). Denn der Familie wurde bereits zum zweiten Male durch Hochwasser die Existenz fast vollständig zerstört. Ihr Haus stand – wie schon 2011 – wieder in der Schusslinie der braunen Wassermassen. Die Familie habe „gebettelt“, dass nach der Jahrhundertflut 2011 eine Mauer gebaut werden solle, die den Bach aufhält, hieß es in der österreichischen Kronenzeitung. Doch passiert sei nicht, klagte Agnes Hansmann. Wegziehen will die Familie aber nicht: Man habe das Haus vor 30 Jahren gekauft und seither viel investiert. Deswegen packten alle mit an und haben inzwischen die größten Schäden beseitigt. Doch all das geht ins Geld. Erwin Jobst: „Krainer schilderte mir diese krasse Notlage. Da war es klar, wem wir helfen.“

Jetzt fand die Übergabe des Betrags in Oberwölz statt, den Agnes Hansmann in großer Dankbarkeit entgegennahm. Mit dabei waren der amtierende Bürgermeister Hannes Schmidhofer und Altbürgermeister Siegfried Krainer. In einer Dankadresse an Erwin Jobst und die KAB Lerchenfeld stellte Krainer fest: „Ich möchte für diese besondere Geste der Verbundenheit Danke sagen.“ Persönlich freue er sich, mit der Vermittlung der Familie „ein wenig zur partnerschaftlich-freundschaftlichen Verbindung mit Freising beigetragen zu haben.“

Und es winkt wohl nochmal finanzielle Hilfe für Oberwölz aus Freising. Der Partnerschaftsverein will in seiner nächsten Vorstandssitzung im Oktober darüber beraten, wie Vorsitzender Dieter Thalhammer verriet.

Rubriklistenbild: © fkn

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