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Die KAB und Rainer Forster gehen endgültig getrennt Wege.

Rainer Forster und die KAB einigen sich auf einen Vergleich

Zwei Zuckerl zum Abschied

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Die Causa Rainer Forster hat am Mittwoch vor dem Arbeitsgericht ihr Ende gefunden. Der KAB-Diözesansekretär und sein bisheriger Arbeitgeber, der KAB-Diözesanverband, haben sich auf einen Vergleich geeinigt.

Freising – Viele Monate lang war Forster immer wieder Gesprächsthema gewesen (wir haben mehrfach berichtet). Grund: die oft genug umstrittenen Personen, die er im Namen der Katholischen Arbeitnehmerbewegung eingeladen hatte, und schlussendlich sein Verhalten, weiterhin solche Veranstaltungen initiiert zu haben, obwohl die KAB-Spitze ihm dies untersagt hatte. Die Folge: Anfang März hatte der KAB-Diözesanverband seinem Diözesansekretär gekündigt – außerordentlich und fristlos zum 6. März. Dagegen hatte nun Rainer Forster geklagt. Gleich zu Beginn der Verhandlung  eröffnete Forsters Rechtsanwältin das, was man sich für einen Vergleich vorstellen und wohin die Reise gehen könne: Die Kündigung sollte erst zum 30. Juni wirksam werden – und bis dahin Forster sein Gehalt noch bekommen. Außerdem wäre eine Abfindung von 10 000 Euro für den Verlust des Arbeitsplatzes fällig. Der Vorsitzende Richter hielt das für einen Vorschlag, der durchaus bedenkenswert wäre. Die Beklagtenseite, also die KAB, die außer mit dem Anwalt auch mit Geschäftsführerin Susanne Schönwälder und der KAB-Diözesanvorsitzenden Hanne Möller erschienen war, zog sich zu einer längeren Beratung zurück.

Ergebnis der Beratungen und Aussprache vor dem Sitzungssaal im Freisinger Amtsgericht: Die KAB könne damit leben, dass die außerordentliche fristlose Kündigung vom 6. März aufgehoben und eine ordentliche Kündigung aus betrieblichen Gründen zum 30. Juni ausgesprochen werde. Und auch´bei der 10 000-Euro-Abfindung könne man „mitgehen“. Damit war die Sache Forster eigentlich vom Tisch.

Diskutiert wurde noch über zwei weitere Forderungen der Klägerseite: „Wir bestehen darauf“, so Forsters Rechtsanwältin, dass die gegen ihren Mandaten erhobenen Vorwürfe nicht aufrecht erhalten werden. Grund: „Wir brauchen das.“ Angesichts dessen, dass die Vorwürfe eh schon zigfach öffentlich nachzulesen waren, sperrte sich die beklagte KAB-Seite dagegen nicht. Zudem verpflichteten sich beide Seiten dazu, gegenüber unberechtigten Dritten über Inhalte des Vergleichs und über die Gründe des Ausscheidens von Forster Stillschweigen zu bewahren. Und noch etwas: Die KAB wird Forster ein Zeugnis mit der Gesamtbewertung „gut“ auszustellen – was laut dem Vorsitzenden so viel bedeute wie „stets zur vollsten Zufriedenheit.“

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