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Rund 700 000 Euro mehr kostet der Anbau am Kindergarten Sonnenschein in Freising.

„Sonnenschein“ und neue Kita

Freisinger Kindergärten werden für viel Geld auf Top-Standard gebracht

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Der Kindergarten „Sonnenschein“ wird für viel Geld erweitert - und auf ein Top-Level gebracht. Auch eine zweite Kita steht im Fokus.

Freising – Schon im November war im Kulturausschuss der Stadt Freising das Erstaunen groß und der Ärger nicht minder, dass die Erweiterung des Kindergartens Sonnenschein eine wesentliche Kostensteigerung erfahren hat und nun wohl zwei Millionen Euro erfordern wird. Dennoch wurde der Erhöhung des Budgets zugestimmt und die Weiterführung der Planung grundsätzlich beschlossen. 

Jetzt lag dem Kulturausschuss am Dienstag die Entwurfsplanung vor, die neben der Schaffung einer zusätzlichen, dann vierten Kindergartengruppe auch die Modernisierung und Anpassung an heutige Bedürfnisse und Standards des bestehenden Gebäudes vorsieht. Vor allem ist der Einbau einer Küche vorgesehen, die künftig von den Steinpark-Schulen beliefert werden soll, und mit der dann 100 Kinder mit Mittagessen versorgt werden können. 

Zu den Kosten gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht

Gemeinsam mit dem Speisesaal ist dann der Betrieb von vier Ganztagesgruppen möglich. Zudem werden der Elternwartebereich und die Matschschleuse neu ausgelegt. Ergänzt wird der Kindergarten um einen Intensiv- und Therapieraum sowie um ein Behinderten-WC und barrierefreie Zugänge.

Immerhin, so die gute Nachricht, werden sich nach dem neuesten Stand der Planungen die Kosten nicht weiter erhöhen. Allerdings sind in den zwei Millionen keine Risikorückstellungen – etwa wegen des Baugrunds, der Witterung, der Termineinhaltung oder Preissteigerungen – eingerechnet.

Ein zweiter Kindergarten neben dem „Sonnenschein“ im Fokus

Der Ausschuss stimmte der Entwurfsplanung einstimmig zu. Vorbereitende Maßnahmen für den Bau sollen ab Januar 2020 erfolgen, Baubeginn ist für das Frühjahr 2020 avisiert, bei optimalem Verlauf kann der erweiterte Kindergarten dann im Frühjahr 2021 in Betrieb gehen.

Und dann ging es am Dienstag noch um einen anderen Kindergarten, der bereits Thema war: der geplante Neubau an der Ecke Jagdstraße/Moosstraße. Im Juli waren die Architekten beauftragt worden, kürzlich war ein erster Vorentwurf im Gestaltungsbeirat besprochen worden.

Neue Kita soll integrativ betrieben werden

Am Dienstag nun wurde nach Gesprächen mit der Lebenshilfe und dem Amt für Jugend und Familie im Landkreis Freising eine Umplanung beschlossen: Der neue Kindergarten, der, wenn er integrativ betrieben werden soll, einen Werkraum, einen Therapieraum und eine behindertengerechte Kindertoilette benötigt, wird wegen des zusätzlichen Raumbedarfs 200 000 Euro mehr kosten. Auch diesem Vorschlag, nun also eine dreigruppige Kinderkrippe sowie einen Kindergarten mit einer Regelgruppe und zwei integrativen Gruppen zu errichten, stimmten die Räte zu. 

Lesen Sie auch: Einigung oder Eskalation: Streit um Mittagsbetreuung in Kranzberger Schule spitzt sich zu. Fluglärm-Situation ist „unerträglich“: Attenkirchen will dringend Veränderungen. Unverbrauchte Hoffnungsträger: Das sagt die SPD Freising zum neuen Spitzenduo.

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