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Ein robustes Feuerwehr-Fahrzeug für handfeste Einsätze bekam am Florianstag den Kirchlichen Segen des Weihbischofs. 

Florianstag

Kirchlicher Segen und ein bischöfliches Bier

Das waren ja gleich drei Veranstaltungen auf einmal: Florianstag, Fahrzeugweihe, Bierverköstigung. Am Sonntag schlugen die Feuerwehrler des Landkreises drei Fliegen mit einer Klappe. Nach dem großen Gottesdienst in aller Herrgottsfrühe im Mariendom begab man sich, begleitet und geleitet vom Spielmannszug und der Stadtkapelle, hinab vom Mons doctus in die Hauptfeuerwache 1. Dort wartete schon ein ganz besonderes Auto auf die Floriansjünger: ein LF 16 TS mit dem Kennzeichen FS – K 713.

Freising– Wie Landrat Josef Hauner sagte, komme dieses Fahrzeug ausnahmsweise nicht von der Stadt, sondern in seiner Eigenschaft als Lkw für den Katastrophenschutz vom Landkreis, beziehungsweise vom Bund. Das Fahrzeug, das das 1989 angeschaffte, 2013 beim Hochwassereinsatz aber stark in Mitleidenschaft gezogene Vorgängerfahrzeug ersetzt, ist mit seinen 1000 Liter Wasser aber nicht nur für den Löscheinsatz gedacht, sondern mit den 600 Meter Schlauch, die es mitführt, auch etwa zum Auspumpen von Kellern geeignet. Untergebracht wird das Fahrzeug dann in der Feuerwache 2 in Lerchenfeld. Hauner dankte den Freisinger Floriansjüngern dafür, dass sie das Auto aufnehmen, sei damit doch auch die Verpflichtung verbunden, mit dem Löschfahrzeug zu üben und sich mit dem Gerät vertraut zu machen. Wie der Landrat betonte, handele es sich bei dem LF 16 TS um „kein Hightech-Fahrzeug“, sondern um ein „robustes Fahrzeug“ für die handfesten Einsätze.

Vor der Segnung des Fahrzeugs durch Weihbischof Bernhard Haßlberger und Pfarrerin Dorothee Löser lobte OB Tobias Eschenbacher die große Kameradschaft unter den Floriansjüngern des Landkreises. Und die dürfte gestern nicht nur durch den gemeinsamen Besuch des Gottesdienstes, sondern auch durch das gesellige Beisammensein nach der Fahrzeugweihe gefestigt worden sein. Da gab’s Weißwürste und Wiener, Helles und Weißbier, Wasser und Spezi. Vor allem aber gab es ein ganz besonderes Weißbier, bei dessen Herstellung Weihbischof Haßlberger kräftig mitgeholfen hatte. Eigentlich hätte dieser Sud am Tag des Bieres (27. April) ausgeschenkt werden sollen, der aber heuer ins Wasser gefallen war. Und deshalb kamen die Floriansjünger in den Genuss des Weißbiers, dessen erstes Fass der Weihbischof souverän mit drei Schlägen anzapfte. Und er versicherte den Feuerwehrlern, sie könnten das Bier „ganz beruhigt“ trinken: Denn erstens sei es „ein gutes Bier“ und zweitens habe er nur mitgeholfen, die Verantwortung würden schon die Profis tragen. „O’zapft is!“

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