Person hält Geldbeutel und Münzen in der Hand
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Eltern zahlen in Freising künftig mehr für die Betreuung ihrer Kinder.

Musikschule wird ebenfalls teurer

Ab kommendem Herbst: Kita-Gebühren für Eltern steigen um vier Prozent

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Freisinger Eltern müssen künftig für die Betreuung ihrer Kinder tiefer in die Tasche greifen. Auch die Musikschule wird teurer.

Freising – Die alljährlichen Diskussionen im Freisinger Stadtrat um eine Erhöhung der Gebühren für die Kindertagesstätten gehören seit einigen Jahren der Vergangenheit an. Grund: Vor einiger Zeit wurde eine Berechnung beschlossen, die auf Zahlen und Personalkostenentwicklungen der vergangenen Jahre beruht und so zu einer Kalkulation führt, die die Stadträte dann absegnen.

Hinzu kam der Beschluss, die Deckungsgrade – also die Summe, die durch Elternbeiträge abgedeckt wird - sukzessive um 0,5 Prozent pro Jahr zu erhöhen. Doch Corona hat nun wie schon für 2020 Stadträte und Verwaltung auch für das Kindergartenjahr 2021/2022 zu einer Abkehr von dieser Kalkulation veranlasst.

Nur ein Stadtrat plädierte gegen eine Gebührenerhöhung

Wie Kämmerer Matthias Nogly am Montag im Freisinger Finanzausschuss darlegte, müssten die Deckungsgrade ab September eigentlich auf 22,5 Prozent bei der Kinderkrippe, auf 17 Prozent beim Kindergarten und 20,5 Prozent beim Kinderhort angehoben werden. Doch sowohl das für die Kinderbetreuung zuständige Referat als auch Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher plädierten dafür, aufgrund der Corona-Krise auf eine Anhebung der Deckungsgrade zu verzichten. Diesem Vorschlag folgten die Mitglieder des Finanzausschusses.

Die Entwicklungen bei den Personalkosten wurden trotzdem für die neue Gebührenkalkulation herangezogen, was im Kindergartenbereich eine Erhöhung der Elternbeiträge um rund vier Prozent bedeutet. Auch diese Vorgehensweise erhielt im Finanzausschuss eine Mehrheit. Lediglich Nicolas Graßy (Linke) und Ulrich Vogl (ÖDP) hätten es lieber gesehen, wenn für das kommende Kita-Jahr jegliche Erhöhung ausgesetzt worden wäre.

Auch bei der Musikschule gehen die Preise nach oben

Dasselbe Vorgehen wurde dann auch für die Gebührensatzung der Städtischen Sing- und Musikschule beschlossen: Auch da werden die Gebühren entsprechend der Entwicklung der Personalgehälter angepasst, auf eine Erhöhung des Deckungsgrads von derzeit 43 Prozent wird allerdings verzichtet. Kulturreferentin Susanne Günther (Grüne) fand aber auch das zu viel, plädierte dafür, analog zu den Kita-Gebühren eine pauschale Erhöhung um vier Prozent zu beschließen. Doch ihr Antrag erhielt mit 4:10 Stimmen keine Mehrheit. Die neuen Musikschulgebühren wurden dann mit 9:5 Stimmen beschlossen. In beiden Fällen muss jetzt noch der Gesamtstadtrat zustimmen.

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