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Getrübtes Badevergnügen: Klassenbesuche sind derzeit im Freisinger Freibad nicht möglich. Der Stadtwerke-Chef sucht jetzt nach einer Lösung.

fresch in Freising

Klassen dürfen im Juli nicht ins Freibad - Schüler wütend über Ausschluss

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Die Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums hatten sich schon so auf ihren Ausflug in das Freisinger Freibad fresch gefreut. Doch statt Erfrischung gab es erhitzte Gemüter.

Freising – Die Klasse 8 c des Sonderpädagogischen Förderzentrums (SFZ) in Pulling ist sauer. Am Donnerstag, 4. Juli, wollte man geschlossen das neue Freibad fresch in Lerchenfeld besuchen. Doch das fiel buchstäblich ins Wasser. 

Bis zum Ende des Schuljahres, so hieß es von Seiten der Stadtwerke, seien Besuche ganzer Klassen im Freibad nicht möglich. Als Grund, so berichten die Pullinger Schüler verärgert, seien ihnen die noch begrenzten Freiflächen und nicht fertiggestellten Außenkabinen genannt worden. Auch würde es noch Probleme mit den neuen, speziellen Klassen-Eintrittskarten geben.

Konrektorin: Außer dem SFZ wurden alle Schulen informiert

SFZ-Konrektorin Sabine Lobert versteht die Enttäuschung der Kinder: Im schlecht isolierten Schulhaus würden die Kinder im Sommer oft schon am Vormittag sehr unter der Hitze leiden. Da müsse es doch möglich sein, den Kindern den Eintritt in ein neues Freibad zu ermöglichen.

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Was die Konrektorin besonders ärgert: Im Gegensatz zu offenbar allen anderen Schulen sei das SFZ über den Ausschluss der Klassenverbände im Juli nicht informiert worden. Sie habe quasi in letzter Minute verhindern können, dass sich sechs Klassen umsonst auf den Weg ins fresch gemacht hätten. Sabine Lobert: „Die bestellten Busse konnten wir gerade noch absagen.“

Freibad in Freising: Suche nach „sauberer Lösung“ für Sommer-Nutzung

Stadtwerke-Chef Andreas Voigt bestätigt den Sachverhalt im Großen und Ganzen. Fakt sei, dass man für die Hallenbad-Nutzung der Klassen zwar bereits einen festen Zeitplan habe. Für die Sommer-Nutzung (Freibad) aber müsse man noch eine „saubere Lösung“ finden. 

Ungeklärt sei etwa die Frage, ob Klassen, die das Freibad „gebucht“ hätten, auch ins Hallenbad dürften, etwa bei Wetterverschlechterung. Zudem seien die Platzverhältnisse tatsächlich (noch) beengt. Deshalb habe man sich heuer „schwer getan“, das Freibad für die Schulen freizugeben.

Schüler verärgert: Mathe statt schwimmen im fresch

Voigt: „Ich verstehe aber, dass es gerade jetzt zum Ende des Schuljahres hin für die Klassen besonders reizvoll wäre, ins fresch zu kommen.“ Es werde daher gleich nächste Woche Gespräche geben: „Wir wollen uns dann zusammensetzen und versuchen, die Rahmenbedingungen abzuklären.“ Falls das SFZ als einzige Schule nicht informiert worden sei, bedauere er das sehr, sagte der Stadtwerke-Chef.

Die 8 c aber ist nachhaltig vergrätzt: „Wir wollen uns abkühlen und sogar auch für unser Sportabzeichen trainieren“, schrieben sie in einem Brief an das Tagblatt. Stattdessen „durften wir leider Mathe machen“. In der Tat: sehr ärgerlich.

Für das neue fresch ist es nicht die erste Panne. So musste das Hallenbad erst kürzlich wegen bedenklicher Werte im Wasser für mehrere Wochen gesperrt werden. Der Euphorie  über ihre neue Bade-Attraktion hat das keinen Abbruch getan. Die Freisinger lieben ihr fresch.

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