Kreistag: Geschäftsführer stellt Pläne vor

Klinik-Masterplan „ein großer Wurf“

Seit zwei Jahren laufen die Überlegungen und Planungen zum Umbau des Klinikum-Areals. Schließlich hatte dann der Klinik-Aufsichtsrat im Jahr 2017 einen Masterplan beschlossen. Der wurde im Dezember im Planungsausschuss der Stadt, die ja die Baugenehmigung erteilen muss, vorgestellt, und für sehr gut befunden. Und auch der Gestaltungsbeirat der Stadt hatte sich jüngst mit den Plänen beschäftigt und großes Wohlwollen signalisiert (wir haben mehrfach berichtet).

Freising Am Donnerstag nun war Klinikum-Geschäftsführer Andreas Holzner in den Kreistag gekommen, um dort das zu präsentieren, was man auf dem Areal in den kommenenden Jahren vorhat – ausgehend von dem Abbruch des maroden Schwesternheims über den Bau von 170 bis 200 neuen Wohnungen, einer Tiefgarage und einer Kindertagesstätte bis hin zu einer Neustrukturierung des Geländes.

Die Kreisräte nahmen den Masterplan positiv auf: Maria Lintl (FSM) sah darin „die Basis für die Zukunft des Klinikums“ und lobte, dass der Komplex nun „städtebaulich einbezogen“ werde. Johann Stegmair (CSU) sagte, der Plan gebe die richtige Richtung vor, regte aber an, ob man nicht einzelne Vorhaben – beispielsweise den Bau der Kita – in Absprache mit der Stadt vorziehen könne und nicht erst auf die Änderung des Bebauungsplans warten müsse. Grundsätzlich sei der Plan „ein großer Wurf“. Und auch die Grünen in Person von Claudia Bosse „begrüßen den Plan sehr“.

Toni Neumaier (SPD) hätte gerne gewusst, ob es denn schon Kostenschätzungen gebe. Die Antwort Holzners: nein. Noch sei ja gar nicht klar, was in welchem Umfang genehmigt werde. Dass das Gesamtprojekt „einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ ausmache, davon könne man aber ausgehen. Während Landrat Josef Hauner auch davor warnte, jetzt irgendwelche aus der Luft gegriffenen Zahlen zu nennen, die einem später um die Ohren fliegen könnten, sah das Neumaier anders: Er habe es früher als Bürgermeister von Moosburg stets so gehalten, mit offenen Karten zu spielen. Er schätze das Gesamtprojekt auf rund 70 Millionen Euro. Hauner betonte, das sei „eine Einzelmeinung“, diese Zahl habe keine fundierte Grundlage, er lasse sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf keine Schätzungen ein. Es werde nichts hinter verschlossenen Türen gehalten, aber es gebe eben noch keine Zahlen.  zz

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