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Mahlzeit to go: Die Caritas-Mitarbeiter Mario Altmann (l.) und Robert Maier sind künftig mit dem knallroten Suppenmobil in Freising unterwegs. Fachdienstleiterin Andrea Lachner koordiniert das Projekt mit dem Jobcenter.

Soziales Projekt in Freising

Knallrotes Suppenmobil: Caritas und Jobcenter steuern bedürftige Jugendliche an

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Sie ist klein, aber knallrot und daher nicht zu übersehen: Die Ape, die bald in der Stadt unterwegs ist. Sie soll Suppe bringen - und Hoffnung.

Freising – Die mobile Suppenküche ist ein Projekt der neuen Initiative „My Way“ von Caritas-Zentrum und Jobcenter Freising. Dieses soll als Kontakt- und Beschäftigungsangebot für junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahre fungieren.

„An diesem Freitag ist unser Suppenmobil zum ersten Mal im Einsatz“, sagte Andrea Lachner, Caritas-Fachdienstleiterin im Bereich Beschäftigung, Integration, Qualifizierung, beim Pressegespräch am Mittwoch. Ihr Kollege, der pädagogische Arbeitsanleiter Robert Maier, wird mit der Ape gegen Mittag am Bahnhof stehen, um alkoholfreien Punsch und Lebkuchen zu verteilen. „Wir wollen Jugendliche ansprechen, die Unterstützung suchen. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Hilfe, sondern auch darum, Lösungen bei anderen Problemen aufzuzeigen“, erklärt Lachner. Das geschehe völlig anonym.

Gas geben, um Hartz-IV-Karrieren zu vermeiden

Das Projekt hat das Caritas-Team um Lachner gemeinsam mit Raphael Steinberger entwickelt, dem Teamleiter für Markt und Integration im Jobcenter Freising. „Wir wollen nicht warten, bis der Kunde zu uns kommt. Wir gehen aktiv auf ihn zu“, betonte Steinberger. Mithilfe des Projekts soll das Netz noch enger werden. „Niemand soll durchfallen.“ Es gehe darum, präventiv tätig zu sein und sogenannte „Hartz-IV-Karrieren“ zu vermeiden.

Auch interessant: Wege aus der Einsamkeit: Caritas-Verband zeigt Perspektiven für Langzeitarbeitslose auf

Robert Maier und sein Kollege Mario Altmann werden mit ihrem Mobil ab Januar zwei Mal die Woche am späten Nachmittag an fünf bis sechs Orten, wie Spielplätzen und dem Bahnhof, stehen und – passend zur kalten Jahreszeit – Suppe verteilen, die zuvor im Buchcafé Etappe gekocht wurde. So wollen die Caritas-Mitarbeiter versuchen, mit jungen Erwachsenen ins Gespräch zu kommen. Man könne sich schrittweise annähern und versuchen, je nach Bedarf zu helfen – seien es eine warme Mahlzeit, ein Paar Handschuhe, eine neue Bleibe, ein Ausbildungs- oder ein Therapieplatz. „Auf diesem Weg versuchen wir, die Menschen langsam wieder auf Spur zu bringen“, so Steinberger.

Das Jugendamt soll mit ins Boot geholt werden

Die Caritas arbeitet eng mit den Streetworkern in Freising zusammen. Langfristig ist ein Ausbau der Suppenmobil-Aktion geplant. „Wir versuchen gerade, das Jugendamt mit ins Boot zu holen“, berichtete Fachdienstleiterin Lachner. Eine Zusammenarbeit mit der Stadt sei ebenfalls möglich.

Damit das Projekt bekannt wird, haben sich die Verantwortlichen etwas Besonderes ausgedacht: Auf der Kleintransporter prangt nicht nur ein Schild mit der Aufschrift „Suppe to go“ und „My Way“. Die Heckklappe ist mit einem QR-Code versehen. Wer neugierig ist, was es mit dem Mobil auf sich hat, kann den Code mit dem Smartphone scannen und wird auf eine Internetseite weitergeleitet, auf der über die Aktion informiert wird.

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