Nicht nur um den Puck wird in der Eishalle gekämpft, sondern auch um jede Minute Belegungszeit. Gleixner

Kompromiss bei Belegungszeiten

Spagat auf dem Eis 

Freising- Einen Kompromiss hat man jetzt bei der Belegung der Eisfläche in Freising gefunden - zähneknirschend. 

Als der Kulturausschuss der Stadt im Juli die neuen Belegungszeiten für die Eishalle beschloss, war eine Frage offen geblieben: Die Eishockey-Abteilung des Sportclub Eintracht Freising (SEF) sollte selbst entscheiden dürfen, an welchem Tag sie die Belegungszeit von 17.30 bis 19.15 Uhr aufgeben und gegen die Zeit von 15.15 bis 17 Uhr tauschen wolle. Daraufhin hat der SEF Ende Juli einen Brief an den OB verfasst und sein Leid geklagt: Für die Zeit ab 15.15 Uhr finde man so schnell keinen Trainer, auch sei es manchen Jugendlichen nicht möglich, so früh zum Training zu erscheinen. Kurz: So ein Tausch hätte „erheblichen negativen Einfluss“ auf die Jugendarbeit. Daraufhin hätten, so berichtete nun Referatsleiter Karl-Heinz Wimmer im Kulturausschuss, neuerliche Gespräche und Verhandlungen stattgefunden. Das Ergebnis: Der SEF gibt, wenn es denn schon sein muss, die Zeit am Freitag von 17.30 bis 19.15 Uhr an den öffentlichen Eislauf ab – eine, so Wimmers Meinung, für die Bevölkerung und für Familien durchaus interessante Zeit. Als Kompensation darf der SEF am Montag nicht wie bisher von 17.30 bis 19.15 Uhr die Eishalle belegen, sondern bis 20.30 Uhr. Der öffentliche Eislauf an den Montagen wird nun ab 21 Uhr auf die Donnerstage verlegt, die Hobbymannschaften (zum Beispiel die Medientigers) trainieren dann eben nicht mehr donnerstags, sondern montags ab 21 Uhr. Ob damit der Ärger beim SEF verraucht ist, wussten die Stadträte nicht zu sagen. Eva Bönig (Grüne): „Ganz glücklich kann man nie jemanden machen.“ Sportreferent Hubert Weinzierl (SPD) und Karl-Heinz Freitag (FW) lobten das Verhandlungsgeschick der Verwaltung und die jetzt gefundene Lösung. Susanne Günther (Grüne) merkte allerdings kritisch und verärgert an, dass – wie schon bei der letzten Beschlussfassung im Kulturausschuss – auch dieses Mal wieder kein Vertreter des SEF bei der Sitzung anwesend gewesen sei. Dass der SEF auch finanzielle Schwierigkeiten habe, weil die Miete für die Eisfläche nun doppelt so hoch sei als noch zu Zeiten, als man keine Halle hatte, merkte Hubert Hierl (CSU) an. Doch Sitzungsleiterin Eva Bönig betonte, das sei eine Sache des Finanzausschusses. Und sie werde sich hüten, zu den Vorwürfen des SEF jetzt öffentlich Stellung zu beziehen.

Andreas Beschorner

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