Einen bunten Blumenkranz legten Willi Albrecht (Pax Christi) und Marina Freudenstein (Geschäftsführerin des Kreisbildungswerks Freising) gemeinsam am Lerchenfelder Friedenspfahl nieder. Gleixner

Mahnung an unzählige Flüchtlings-Tragödien

Ein Kranz gegen das Vergessen

Freising - Ein Schrei nach Gerechtigkeit, ein Mahnmal gegen das Vergessen einer menschlichen Tragödie und ein Zeichen für den Frieden: Für Tausende auf der Flucht gestorbener Menschen legte die Freisinger Friedensgruppe Pax Christi am Mittwoch einen Kranz am Friedenspfahl in Lerchenfeld nieder. Jetzt erinnern am Pfahl orange-leuchtende Gerbera an diese Schicksale.

„Wir sehen die Gefahr, in Resignation zu verfallen“, sagte Ernst Fischer, Mitglied der Gruppe Pax Christi. Und auch Freisings zweite Bürgermeisterin Eva Bönig mahnte: Diese Tragödien dürften nicht mit dem Ende der Abendnachrichten vergessen werden. „Diese Menschen haben nach einer kleinen Chance für sich und ihre Familien in Europa gesucht – und gefunden haben sie den Tod.“ Hinter dem „viel zu lauten Getöse“ um Willkommenskultur und um EU-Außengrenzen sei es wichtig, an die Menschen zu denken, um die es dabei eigentlich gehe. „Sie, wir alle, geben den Tausenden von auf der Flucht gestorbenen Menschen heute Abend eine Stimme“, sagte Bönig. Vizelandrätin Birgit Mooser-Niefanger war ebenfalls zum Friedenspfahl gekommen. Dass Menschen auf der Flucht sterben sei „eine Realität in dieser Welt“. Umso wichtiger sei es, derer zu gedenken, die nicht nur ihre Heimat verloren hätten, sondern ihr Leben. Umgekommen – auf dem Weg in ein besseres Leben. Mit einem gemeinsamen Friedensgebet bekräftigten alle Anwesenden, darunter auch Pax-Christi-Gruppen aus den benachbarten Landkreisen, ihre Solidarität und ihren gewaltlosen Kampf für den Frieden.

Claudia Bauer

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