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23 Tagesordnungspunkte musste Otto Radlmeier, der Vorsitzende des Kreis-Krieger- und Soldatenverbands am Sonntag abarbeiten. Im Mittelpunkt stand die Realisierung des Buchs über die Kriegerdenkmäler und Gedenktafeln. 

Grünes Licht für Mammutwerk

Freisinger Kreis-Krieger- und Soldatenverband gibt Buch über Kriegerdenkmäler heraus

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Ein ambitioniertes  Projekt hat der Kreis-Krieger und Soldatenverband Freising aufgelegt: Man arbeitet an einem Buch über Kriegerdenkmäler und Gedenksteine.

Pulling – So ein Buch schreibt sich nicht selber. Diese Erfahrung macht gerade der Kreis-Krieger- und Soldatenverband Freising. Doch das Projekt eines Buches „Kriegerdenkmäler und Gedenktafeln im Landkreis Freising“ nimmt nach einigen Jahren der Vorbereitung und der Arbeit nun doch tatsächlich Formen an. Bei der Frühjahrsversammlung am Sonntag in der Pullinger Mehrzweckhalle wurde die Realisierung des Werks nun endgültig beschlossen. Zur Herbsttagung am 3. Oktober 2019 soll es auf dem Markt sein. „Wenn nicht, wäre es eine Blamage“, so der Verbandsvorsitzende Otto Radlmeier.

Es war der wichtigste von 23 Tagesordnungspunkten, die die Kreis-Krieger abzuarbeiten hatten: das Buch, das, so die neue Zielsetzung, wirklich alle Kriegerdenkmäler und Gedenktafeln im Landkreis „in Wort und Bild“ erfassen soll. Derzeit, so Radlmeier, wisse man von 96 Orten und Ortsteilen, in denen es 180 solcher Denkmäler gebe. 184 Seiten soll das Buch haben, 189 Fotos und eine Übersichtskarte beinhalten. Denn: „Das soll eine Art Reiseführer werden.“ Noch aber fehlen 48 Bilder von 42 Denkmälern – eine Arbeit, die bis 14. April von den Fotografen geleistet sein soll. Bis dahin sollen auch die einzelnen Ortsvereine die Texte zu „ihren“ Denkmälern gelesen und frei gegeben haben. Wichtig nur die Frage nach der Finanzierung des Werks: Drei Angebote von Druckereien habe man eingeholt, wobei das Angebot des Berufsbildungswerks München mit weitem Abstand das günstigste gewesen sei. Radlmeier berichtete, dass zunächst nur 20 Prozent der 58 Mitgliedsvereine eine Rückmeldung gegeben hätten, ob und wie viel Exemplare sie abnehmen würden. Ein neuerlicher Aufruf sei da erfolgreicher gewesen: Für zehn Euro pro Stück hätten die Mitgliedsvereine 568 Bücher abgenommen, würde das Buch 20 Euro kosten, habe man die Zusage, dass 432 Stück abgenommen würden. Der KKSV selbst kaufe 125 Bücher, sagte Radlmeier.

Verschiedene Rechnungsvarianten

Und dann präsentierte er die genauen Zahlen und Berechnungen für das Buch, das mit einem farbigen Umschlag, gutem Papier und hochwertigem Druck einem hohen Qualitätsanspruch genügen soll: Bei einer Auflage von 800 Stück lägen die Druckkosten bei 8800 Euro. Ziehe man den Zuschuss der Sparkassenstiftung in Höhe von 4000 Euro ab, wäre das Projekt finanziert, wenn die einzelnen Vereine 530 Stück zu je neun Euro abnehmen würden. Bei einer Auflage von 1000 Stück lägen die Druckkosten bei 9400 Euro. Dann müssten 640 Bücher von den Vereinen zum Preis von je 8,50 Euro gekauft werden. Und dann noch die Variante, die eine Auflage von 1200 vorsieht und Druckkosten von 10 150 Euro bedeutet. Da müssten dann 770 Bücher für jeweils acht Euro abgenommen werden. Bei sieben Gegenstimmen wurde nach längeren Diskussionen beschlossen, dass der KKSV selbst als Herausgeber auftritt, dass 1200 Bücher gedruckt werden und dass der Subskriptionspreis für die Mitgliedsvereine auf zehn Euro festgeschrieben wird. Jetzt kann es also weitergehen, können die Fotografen wieder in Aktion treten. Im Juni soll dann, so der Zeitplan, der Druck starten, bis zum 3. Oktober soll das Buch fertig sein.

Nach der Pause gab Radlmeier dann seinen Jahresbericht über 2018 ab. Er betonte, „die Arbeit im Vorstand macht richtig Spaß“. Wenn alle 58 Mitgliedsvereine mit ihren 5500 Mitgliedern zusammenhielten, „dann steckt da Power dahinter“, versicherte der Vorsitzende. 

Zufriedenstellende Bilanz

Die 50-Jahr-Feier im vergangenen Jahr habe bei Einnahmen von 8461 Euro und Ausgaben von 12 610 Euro ein Minus von 4150 Euro ergeben. Das seien 200 Euro weniger als ursprünglich veranschlagt. Und, so Radlmeier: „Das konnte von uns locker gedeckt werden.“ Wieso, das zeigte der Kassenbericht von Robert Maier: Das vergangene Jahr habe man mit einem Minus von 4300 Euro abgeschlossen, habe aber Ende 2018 noch immer 10 550 Euro auf dem Konto gehabt.

In den Grußworten, mit denen die Versammlung begonnen hatte, formulierte Freisings 3. Bürgermeister Hans Hölzl, dass der KKSV mit seinen Veranstaltungen wichtig sei, und appellierte an die Kreis-Krieger, sich weiterhin für das „Nichtvergessen unserer Geschichte“ einzusetzen. Ortssprecherin Heidi Kammler war stolz, dass die Versammlung in Puling abgehalten werde, der Vorsitzende des KSV Pulling, Erwin Jakob, berichtete stolz, dass man gegenüber 2009 13 Mitglieder mehr habe – darunter „vier Damen“. Dieter Thalhammer, der Kreisvorsitzende des VDK, war auch stolz – stolz darauf, dass man bei der VDK-Sammlung mit 58 637 Euro das drittbeste Ergebnis in Oberbayern eingefahren habe.

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