Hörte sich die Wünsche der Rettungskräfte an: Staatsminister Florian Herrmann lud zum „Blaulichtgespräch“ ins Weihenstephaner Bräustüberl.
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Hörte sich die Wünsche der Rettungskräfte an: Staatsminister Florian Herrmann lud zum „Blaulichtgespräch“ ins Weihenstephaner Bräustüberl.

Staatsminister hört sich Sorgen der Einsatzkräfte an

Blaulicht-Gespräch: Kreisbrandmeister wünscht sich für Katastrophenschutzzentrum Finanzhilfe vom Staat

Der Freisinger Kreisbrandmeister wünscht sich für das geplante Katastrophenschutzzentrum Finanzhilfe vom Staat - nicht der einzige Wunsch an den Staatsminister.

Freising – Für die Feuerwehren des Landkreises Freising war das von der Pandemie geprägte vergangene Jahr ein überaus anspruchsvolles. Beim „Blaulichtgespräch“ mit Staatsminister Florian Herrmann im Weihenstephaner Bräustüberl wurde aber nicht nur zurückgeschaut, sondern auch so mancher Wunsch geäußert – beispielsweise nach einer Förderung für ein geplantes Katastrophenschutz-Zentrum in Freising.

Am meisten gelitten unter den Pandemie-Beschränkungen habe vor allem der Feuerwehr-Nachwuchs, betonte Kreisjugendwart Roman Bittrich, und das schlage sich auch in den rückläufigen Mitgliederzahlen bei den Jugendfeuerwehren nieder. Aber auch das gesellige Zusammensitzen nach einem Einsatz mit Nachbesprechung sei nicht mehr möglich gewesen, so Kreisbrandrat Manfred Danner. Zudem mussten aufgrund von Corona zahlreiche Lehrgänge für die Feuerwehrler verschoben werden, selbst die Feuerwehrschule war über ein Jahr lang geschlossen.

Brennende Elektroautos sind für Feuerwehr eine Herausforderung

Ein positiver Effekt der Pandemie: Die Anzahl der Einsätze ging tendenziell zurück, vor allem im Bereich Verkehrsunfälle und Brandmeldungen. Dafür allerdings sind neue Herausforderungen dazugekommen, wie Kreisbrandinspektor Helmut Schmid erklärte. Erst kürzlich sei es zum ersten Einsatz mit einem Elektroauto-Brand gekommen. Und ein solches Szenario sei gar nicht so einfach zu beherrschen, denn neben einer großen Menge an Löschwasser wird auch eine spezielle Wanne benötigt, um die Batterie des Fahrzeugs fachgerecht abzukühlen. Auf Autobahnen könnte das dann schon mal zu einem etwas größeren Problem werden.

Zufrieden zeigte sich Danner über die großen Impfaktionen für die Feuerwehren, die überaus positiv angenommen worden seien. Allerdings musste er auch zugeben: Es sind nicht alle geimpft, je nach Wache schwankt die Impfbereitschaft zwischen 60 und 90 Prozent.

Kreisbrandmeister bringt Reaktivierung des Sirenen-Netzes ins Spiel

Was den Feuerwehr-Vertretern sehr am Herzen liegt, ist aber vor allem ein Katastrophenschutzzentrum in Freising in der Nähe vom Flughafen, für das aktuell eine Machbarkeitsstudie durchgeführt wird. Die Kosten liegen beim Landkreis, allerdings wünscht sich Danner auch eine Förderung von höherer Stelle. Dort könnte laut Danner unter anderem endlich alles das zentral gelagert werden, was für einen Notfall so gebraucht wird – momentan liege halt da mal eine Schaufel und dort ein Sandsack. Aufgrund zunehmender Naturereignisse wie Starkregen wäre es außerdem sinnvoll, über eine Reaktivierung des Sirenen-Netzes nachzudenken und gleichzeitig die Menschen dafür mehr zu sensibilisieren.

Herrmann will die Wünsche und Anregungen mit nach München nehmen. Finanzielle Unterstützungen sollen laut Herrmann nicht gekürzt werden, wenngleich „der Freistaat auch nicht unendlich Geld hat“. (Richard Lorenz)

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