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Sie führen die „Partei“: Christoph Galle, Vorsitzender Andreas Decker und Stellvertreter Zeljko Matas (v. l.). Nicht auf dem Foto (da in Marokko): Lukas Gerstweiler.

Die (Satire) Partei gründet den Kreisverband Freising

Ein Bierbrunnen soll die Machtübernahme sichern

Sie wollen 2020 auch in Freising „die Macht übernehmen“: Die Partei. Ihr Ziel bei den Kommunalwahlen: „100 plus x“. Nachdem sich der Freisinger Ortsverein der Satirepartei von MdEP Martin Sonneborn wegen Inaktivität aufgelöst hatte, hat sich am Samstag der Kreisverband von Die Partei gegründet.

Freising – Jener spaßigen Partei, die alle andere Mitbewerber (außer der AfD) als „Spaßparteien“ betitelt und mit ganz besonderen Anträgen und Programmen satirisch beglückt. Andreas Decker (45) heißt der Kreisvorsitzende von Die Partei, Zeljko Matas (28) ist sein Stellvertreter, der seine Kandidatur damit begründete, dass alle seine bisherigen Versuche, ein politisches Amt zu kaufen, gescheitert seien. Schatzmeister ist Lukas Gerstweiler (25), der seine Wahl in dieses Amt per Smartphone von seinem Urlaub in Marokko aus verfolgte. Vier Punkte sind es, die Die Partei jetzt am Samstag für die Freisinger Kommunalpolitik beschlossen hat:

1. Die Einführung des individualisierten Bürgerentscheids in der Stadt Freising. Will heißen: Bürgerentscheide, die von den Betroffenen initiiert und auch ganz alleine von den eben Betroffenen durchgeführt werden. Beispiel: ein Bescheid für die Hundesteuer. Der betreffe nur eine Person (und den Hund), die dann einen individualisierten Bürgerentscheid gegen den Steuerbescheid auf die Beine stellen könne. Und dann eben auch nur alleine als einzig Betroffener abstimmen dürfe.

2. Die Partei lehnt die dritte Startbahn ab. Grund: „Weil ihr uns sonst nicht wählt.“ Zudem wird Die Partei nach der Machtübernahme in Freising durchsetzen, dass die dann bestehenden beiden Start- und Landebahnen im Moos „zu reinen Landebahnen“ umgewidmet werden.

3. Ein Komplettrückbau der Altstadt. Wenn die Moosach schon geöffnet werde, dann müsse man dieses Projekt auch konsequent zu Ende denken, „keine halben Sachen machen, wie die Spaßparteien“. Sprich: Die Moosach müsse zur Gänze frei fließen können. Folge: die Innenstadt von Freising – „das muss alles weg“.

Und 4. Ein Bierbrunnen auf dem Marienplatz, da die kostenfreie Versorgung der Bürger mit Lebensmitteln wichtig sei. Alle vier Punkte wurden einstimmig – also mit 4:0 – angenommen. Ebenso wurde beschlossen, bei den Kommunalwahlen 2020 für den Stadtrat eine Liste aufzustellen. Denn auch das weiß Die Partei: Ohne gewählt zu werden, sei die Machtübernahme eher schwierig. 

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