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Seelenskizzen und Herzschlag-Fragmente malt Denise Mankowski.

Ungewöhnliche Biographie

„Ich male besser, wenn ich traurig bin“: Künstlerin Denise Mankowski stellt aus 

„Ich habe mich als talentfrei empfunden“, sagt Denise Mankowski über sich. Zur Kunst kam sie auf ungewöhnlichen Pfaden.

Freising– Ihre Bilder sind helle und dunkle Träume auf Leinwand: Denise Mankowski malt Seelenskizzen und Herzschlag-Fragmente. Eine abstrakte Welt, die den Betrachter verleiten soll, in den Himmel oder den eigenen Abgrund zu blicken.

Die Entwicklung

Im Gegensatz zu vielen anderen bildenden Künstlern hat Mankowski nicht schon in frühester Kindheit mit dem Malen begonnen. Im Gegenteil: „Ich habe mich eigentlich als talentfrei empfunden“. Ausschlaggebend war dann der Umzug 2008 in eine neue Wohnung und viele weiße Wände. Mankowski hat sich damals entschieden, eigenhändig Bilder für das neue Zuhause zu gestalten.

Die Liebe zum abstrakten Expressionismus war allerdings schon tief in ihr verankert gewesen, auch weil ihre Mutter in diesem Genre malt – und die schließlich auch die junge Künstlerin zu einer ersten Ausstellung im Alten Gefängnis Freising überredete. Seitdem hat Mankowski um die 15 Vernissagen hinter sich gebracht und darf auch Werke in Barcelona und Zürich präsentieren.

Die Arbeitsweise

Die 32-Jährige arbeitet schnell: Für ein großformatiges Bild braucht sie nicht länger als zwei, drei Stunden: „Je länger es dauert, desto schlechter wird es!“ Manchmal malt sie einige Bilder nacheinander, eine ihrer Reihen entsteht. Mit Acryl- und Dispersionsfarbe bemalt sie Leinwände und schält gleichzeitig ihr Leben heraus – die Arbeit an ihrer Kunst zentriert sämtliche Gefühlsebenen. In der Rückschau sagt Mankowski: „Ich bin ein sehr temperamentvoller und emotionaler Mensch – das war mir vor dem Malen gar nicht so bewusst gewesen.“.

Die Entdeckung

Als Kind war sie eine Außenseiterin, hat oft gedacht, sie spreche eine andere Sprache als die anderen Kinder. Erst durch die Entdeckung der Kunst habe sie diese Widrigkeiten besser verstanden – vieles hat die geborene Bochumerin durch die Kunst auch aufgearbeitet. „Ich male besser, wenn ich traurig bin“, erzählt Mankowski und weiter: „Ich habe zwei Seiten, eine helle und eine dunkle – das bin ich!“ Dieses Licht und Schatten ist überdeutlich in ihren Bildern zu finden, Sommer- und Winterkunst – eine Differenzierung von Glück und Unglück gleichermaßen.

Um die 40 „guten Werke“ gibt es aktuell in Mankowskis Schaffensperiode, so ihre eigene Einschätzung. Verkaufte Bilder sind für sie wie „Seelensplitter“. Im Keller, ihrem aktuellen Atelier, arbeitet die Künstlerin an weiteren Moment-Aufnahmen der Innenschau. Immer von Musik begleitet und immer barfuß, mit Pinsel und Spachtel ist Mankowski sicher: „Abstrakte Kunst fördert das Gehirn wie ein Rorschach-Test.“ Beim Malen selbst sei sie wie in Trance, im Gefühlsspektrum während der Arbeit sei manchmal auch Wut zu finden. „Kunst muss polarisieren, ohne Licht kein Schatten“, so die Malerin – denn einige ihrer Werke verstören, sind provokant und fallen aus der Reihe. Aber alles gehöre laut Mankowski zum Leben dazu: das Positive wie das Negative.

Aktuell macht die gelernte Hotelfachfrau eine Heilpraktiker/Psycho-Therapie-Ausbildung. Als Kunst-Therapeutin mit psychisch Erkrankten zu arbeiten, ist momentan ihr größter Wunsch.

Richard Lorenz

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