Lebenskraft und gute Laune möchte Markéta Lübben mit ihren Bildern versprühen. Das Impfzentrum sei „ein Ort der Hoffnung“.
+
Lebenskraft und gute Laune möchte Markéta Lübben mit ihren Bildern versprühen. Das Impfzentrum sei „ein Ort der Hoffnung“.

Von der Anmeldung bis zum Arztzimmer

Farbenpracht, die Hoffnung macht: Künstlerinnen verschönern das Freisinger Impfzentrum mit bunten Werken

Künstlerinnen haben das Freisinger Impfzentrum mit ihren Werken verschönert. Die bunten Gemälde sollen Hoffnung und Freude vermitteln.

Freising – Diese Ausstellung bringt Farbe ins Pandemie-Grau: Den Impfwilligen verlangen die noch schleppend verlaufenden Impfstofflieferungen viel Geduld ab. Wer aber einen Termin im Freisinger Impfzentrum erhalten hat, kann sich nun außerdem auf etwas Kulturgenuss freuen. Denn in den frischsanierten Räumen des ehemaligen Stabsgebäudes stellen die Mitglieder des Kunstvereins „Freisinger Mohr“ Heidrun Hee, Markéta Lübben, Dietlinde Swienty und Gabriele Winter-Bermel ihre Werke aus – und zwar von der Anmeldung bis zum Arztzimmer. Sie bilden die Künstlerinnenvereinigung „Die Feder“, die sich der „PositiveArt“ und in ihrem Schaffen entsprechend der Leichtigkeit, Lebendigkeit und Schönheit verschrieben hat.

Künstler unterstützen, die wegen Corona nicht ausstellen können

FDP-Kreisrat Tobias Weiskopf und Freisings Kulturreferentin Susanne Günther (Grüne) hatten sich dafür stark gemacht, das Impfzentrum als Ausstellungsort zur nutzen. Eine Idee, die das Landratsamt auch deshalb gerne und zeitnah umgesetzt hat, da es auf diese Weise die Kulturschaffenden des Landkreises unterstützen kann, die pandemiebedingt keine Möglichkeit haben, ihre Werke zu zeigen.

„Kunst kann Seelen zum Lächeln bringen“ lautet das Motto von Heidrun Hee.

Die Gemäldeausstellung unter Federführung von Künstlerin Markéta Lübben wurde innerhalb weniger Tage und abseits der Betriebszeiten umgesetzt. Oberste Priorität hatte dabei, dass der Ablauf im Impfzentrum nicht gestört wurde.

In Zeiten, in denen viele Künstler geprägt von der gesellschaftlichen Stimmung schwermütige Werke schaffen, sticht diese hoffnungsvoll-leuchtende bis heitere Sammlung umso mehr ins Auge. Bald währt die Pandemie nun ein Jahr, umso mehr gilt es „Lebensfreude, Lebenskraft und den Funken Hoffnung am Brennen halten“. So fasst Lübben das Konzept zusammen. Die aktuelle Ausstellung ist aus Infektionsschutzgründen ausschließlich für Bürgerinnen und Bürger zugänglich, die einen Termin im Impfzentrum erhalten haben, und bis einschließlich Ostermontag, 5. April, zu sehen. Weitere Ausstellungen von Künstlern aus der Region in den Räumen des Impfzentrums sind denkbar. Interessierte Künstlervereinigungen können sich diesbezüglich mit der Pressestelle des Landratsamtes in Verbindung setzen.

Wer ins Impfzentrum kommt, soll positive Emotionen empfinden

Was es ihnen bedeutet, in diesen Zeiten im Impfzentrum auszustellen, haben die Künstlerinnen von „Die Feder“ eindringlich formuliert: „Kunst kann Seelen zum Lächeln bringen“, lautet das Motto von Heidrun Hee: „Mit meiner positiven, farbenfrohen und fantasiereichen Kunst möchte ich dazu beitragen, dass sich Menschen, die in das Impfzentrum kommen beim Betrachten der Bilder ein wenig ablenken und vor allem auch positive Emotionen empfinden. Vielleicht kann meine Kunst bei dem einen oder anderen sogar ein Lächeln hervorzaubern.“

Markéta Lübben sagt: „Das neue Impfzentrum in Freising ist ein Ort der Hoffnung. Hoffnung auf Zusammenkunft mit Familie, Freunden und Arbeitskollegen, auf angstfreie Umarmungen, auf neu entdeckte Reisefreiheit, auf mehr Leben. Sie möchte Lebensfreude, Lebenskraft und gute Laune ins Impfzentrum bringen „und somit den Funken der Hoffnung am Brennen halten. Etwas was die meisten jetzt dringender denn je brauchen.“

Auf Fantasiereise: Künstlerin Gabriele Winter-Bermel denkt beim Malen gerne an vergangene Urlaube zurück.

„Wenn der Mensch nicht zur Kunst kommen kann, dann muss die Kunst zum Menschen kommen“, erklärt Dietlinde Swienty pragmatisch. In diesem Jahr sei das Impfzentrum Ziel vieler Menschen. „Es wird ein Ort der Hoffnung sein, der Hoffnung, dass die Pandemie besiegt werden kann“, sagt die Künstlerin. „Mit meinen Bildern will ich Lebensfreude und Zuversicht vermitteln, denn Farbe bringt Licht in unser Leben.“

Gabriele Winter-Bermel erklärt: „Meine Bilder entstehen meistens aus Eindrücken auf Reisen, halten Landschaften, Begegnungen und Eindrücke fest. Beim Malen versetze ich mich wieder in diese positive Stimmung und an diese schönen Orte. Ich hoffe, die Betrachter können sich durch meine Bilder auf eine Fantasiereise begeben und Hoffnung schöpfen!“ ft

Alle Neuigkeiten und Nachrichten aus Freising und der Region lesen Sie immer aktuell hier.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare