Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

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Mogsd a Bris? Die legendäre Schnupftabak-Szene im Erste-Klasse-Abteil.Lehmann

Laienbühne Freising

Grandioser Abschied vom Asam

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Freising - Zum Abschied vom „Asam“ ein Thoma. Die Laienbühne Freising sorgt mit der heurigen Inszenierung von zwei Einaktern von Ludwig Thoma für Furore: Eine Szene in der Szene, eine Drehbühne und ein Oscar – es ist ein Premierenabend allererster Güte.

Er wälzt sich am Boden, er spielt sich die Seele aus dem Leib, er läuft hektisch auf der Bühne hin und her, seine Gestik und Mimik sind absurd übertrieben, seine Stimme ins Groteske verzerrt, die ganze Szene strotzt vor Aberwitz. Keine Angst: Die Laienbühne Freising ist bei der vorerst letzten Inszenierung im altehrwürdigen Asamsaal nicht ins peinliche Klamaukfach abgerutscht. Was da minutenlang die Zuschauer völlig zu Recht zum Brüllen komisch fanden, war der unvergessliche Auftritt des Stephan Leitmeier als verkannter Volksdichter Otto Haselwanter in „Gelähmte Schwingen“. Jener Haselwanter spielt da eine seiner selbst verfassten Szenen vor, was in der grandiosen Darstellung Leitmeiers zum skurrilen Höhepunkt eines an schauspielerischen Höhepunkten reichen Theaterabends wird.

„Gelähmte Schwingen“ ist der erste von zwei Einaktern an jenem Abend, bei dem nicht nur die Regiekunst eines Wolfgang Schnetz durchschlagenden Erfolg hat, sondern auch die Rollenbesetzung ein Volltreffer ist: Verena Schuhbauer als Haselwanters Frau Marie, seine Schwiegereltern Benno und Sophie Summerer (famos: Toni Wiesheu und Margot Riegler), dazu eine hervorragende Daniela Lederer als Köchin Babett – das Darsteller-Quintett setzt die Pointen, dass es nur so eine Freude ist, agiert trefflich humorig, urkomisch. Der Kontrast zwischen dem Metzgermeister Benno, für den Dichtkunst nur „Spassettlmacherei“ ist, und Dichter Haselwanter, der betont, dass „meine Verse keine Würste sind“, ist geradezu vorbildlich herausgearbeitet.

Und dann einer der Thoma-Klassiker schlechthin: „Erster Klasse“. Sobald ein o’drahter Franz Kaindl als Abgeordneter Josef Filser, Susanne Leitl als seine herrlich keifende Ehefrau und sein Ökonomen-Kollege Sylvester Gsottmaier mit Richard Brückl in einer Paraderolle das Zugabteil betreten, kommt Schwung in den Einakter – Schwung, den auch die famose Drehbühne liefert. Sie ermöglicht es dem Ensemble, mal vor dem Zug auf den Bahnsteigen, mal im Zugabteil zu agieren. Groß in Fahrt ist auch Andreas Schwarz, den nervenden und plappernden Neuruppiner Kaufmann Stüve mit sehr viel Verve und exaltierter Beflissenheit spielt, ohne völlig zu übertreiben und abzudrehen. Und da ist der erst grummelige und patzige, dann wuiselnde Ministerialrat Korbinian von Scheibler, dessen Sinneswandel Willi Ziegltrum ganz herrlich verkörpert. Der verbittet es sich übrigens, als Bayer bezeichnet zu werden: „Ich bin aus Freising!“ Und während Helmut Karl und Sandra Giebfried als frisch verliebtes Pärchen von Kleewitz süßholzraspelnd turteln, poltert draußen auf dem Bahnsteig gekonnt, wie man es sich nur wünschen kann, ein Thomas Berlinger als Zugführer so richtig schön bayerisch herum.

Wolfgang Schnetz, á la Hitchcock selbst ganz kurz in der Rolle des Schaffners (und Ochsenverladers) zu sehen und zu hören, hat zusammen mit dem Ensemble und dem Team im Hintergrund ganze Arbeit geleistet. Einen Oscar bekamen aber weder Leitmeier noch Wiesheu, weder Kaindl noch Brückl, sondern Tobias Eschenbacher. Und zwar als „best OB ever“ in einem kleinen Youtube-Trailer der Laienbühne, mit dem man Werbung für die heurige Inszenierung gemacht hatte.

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