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Freisinger Kommunen arbeiten an einem starken Netzwerk für Geflüchtete

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Von: Wolfgang Schnetz

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Die Integrationsbeauftragte Nathalie von Pressentin berichtete über die Gründung des Integrationsbeirats. lra
Die Integrationsbeauftragte Nathalie von Pressentin berichtete über die Gründung des Integrationsbeirats. lra © LRA

Sie haben sich zusammengeschlossen, um zu helfen: Zwölf Kommunen haben sich jetzt sich zum Info-Austausch im Landratsamt getroffen.

Landkreis – Rund 1750 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sind derzeit im Landkreis Freising registriert, etwa 650 davon leben in Unterkünften des Landkreises, die anderen sind privat untergebracht. Insgesamt leben aktuell gut 2100 Personen verschiedenster Herkunft in den dezentralen Unterkünften, die der Landkreis zur Verfügung stellt. Die Gemeinden wollen diese Menschen unterstützen und ihnen helfen, sich leichter zu integrieren: Das war der Tenor eines Netzwerktreffens im Landratsamt, an dem sich kürzlich die Ansprechpartner von zwölf Gemeinden im Kreis Freising beteiligten, wie LandratsamtsPressesprecher Robert Stangl meldet

Landrat Helmut Petz berichtete, „dass der Landkreis Freising ab Januar 2023 die Stelle der Integrationsbeauftragten am Landratsamt als freiwillige Leistung übernehmen wird, da die Leader-Förderung des Freistaats Bayern Ende dieses Jahres abläuft“.

Das Chancen-Aufenthaltsrecht

Außerdem informierte Petz über das geplante Chancen-Aufenthaltsrecht: Geduldete Personen sollen eine einjährige Aufenthaltserlaubnis bekommen. „Diese Zeit können sie nutzen, um die Voraussetzungen für ein Bleiberecht zu erfüllen“, heißt es in dem Gesetzentwurf. Kettenduldungen fallen weg, stattdessen geht es um langfristige Bleibeperspektiven.

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Die Integrationsbeauftragte Nathalie von Pressentin berichtete über die Gründung des Integrationsbeirats, dessen Satzung Ende Juni vom Kreistag beschlossen wurde. „Der Integrationsbeirat soll als Sprachrohr zwischen Menschen mit Migrationsgeschichte und der ansässigen Bevölkerung fungieren und hat das Ziel, präventiv durch gemeinsamen Austausch zu einem friedlichen Zusammenleben im Landkreis Freising beizutragen“, sagte von Pressentin. Ende September finde die konstituierende Sitzung statt.

Kooperation der Integrationsbeauftragten

Auch das Netzwerktreffen „Bildung und Integration in Moosburg“, eine Kooperation der Integrationsbeauftragten, der Bildungsregion und der Sozialplanung im Landkreis, wurde vorgestellt. Amtssprecher Robert Stangl: „Dort waren alle Gemeinde-Verantwortlichen zum Thema ,Bildung und Integration‘ zusammengekommen und hatten Bildungsangebote und -bedarfe geprüft. Viele Kooperationen fanden bereits vor Ort in den Kommunen statt, sodass das Format fortgeführt werden soll. Das Landratsamt unterstützt gerne andere interessierte Gemeinden bei der Umsetzung einer ähnlichen Veranstaltung.“

Als vorbildliches Beispiel hob die Integrationsbeauftragte die Gemeinde Langenbach hervor: Dort wurde eine Sozialstelle eingerichtet, die die Koordination der gesamten Thematik „Integration“ übernimmt. Außerdem beschäftigte die Gemeinde einen Dolmetscher.

Die medizinische Versorgung

Stangl abschließend: „Als Herausforderung nannten die Vertreter der Netzwerk-Gemeinden unter anderem die medizinische Versorgung bei der Übergangszeit der Flüchtlinge von der Sozialverwaltung zum Jobcenter, da in dieser Zeit keine Krankenscheine zur Verfügung standen.“

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