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Der Landkreis hat auf dem Gelände des Steinparks im Freisinger Norden viel vor.

Zweiter Standort für Landkreisverwaltung

Landkreis hat im Freisinger Norden viel vor: Im Steinpark soll gebaut werden 

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Den Spatenstich für den Berufsschulneubau wird Landrat Josef Hauner in seiner Amtszeit bis April 2020 nicht mehr hinbekommen. Doch ein anderes Vorhaben hofft Hauner im kommenden Jahr zumindest vertraglich über die Bühne zu bringen.

Freising – Den Spatenstich für den Berufsschulneubau wird Landrat Josef Hauner in seiner Amtszeit bis April 2020 nicht mehr hinbekommen. Doch ein anderes Vorhaben hofft Hauner im kommenden Jahr zumindest vertraglich über die Bühne zu bringen: Der Landkreis hat auf dem Gelände des Steinparks im Freisinger Norden viel vor.

Wie Hauner beim gestrigen Jahresabschlussgespräch mitteilte, wolle der Landkreis bekanntlich das ehemalige Stabsgebäude der Stein-Kaserne erwerben, um dort einen zweiten Standort für die Landkreisverwaltung aufzubauen. Anfang 2018 habe der notarielle Kaufvertrag mit der Stadt eigentlich schon unterschriftsreif vorgelegen. Doch dann habe die Stadt zum einen noch das Thema Verkehr prüfen wollen und zum anderen den Bebauungsplan für die Steinpark-Schulen geändert. Die Folge: Durch das Verrücken der Straße sei die Fläche, die der Landkreis erwerben könne, kleiner geworden.

Darauf habe dann wiederum der Landkreis reagiert, so Hauner: Der Kreistag habe ihn beauftragt, das noch unbebaute Areal zwischen dem Stabsgebäude und dem Steincenter auch noch zu erwerben. Ziel sei es, dort einen Neubau für die Landkreisverwaltung zu errichten. Wie Hauner sagte, stehe man derzeit mit der Stadt über einen Kauf in Verhandlungen.

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Landrat Josef Haunerhat im Norden Freisings viel vor.

Parallel zu diesen Verhandlungen prüfe man im Landratsamt intern, ob die Nutzung des Stabsgebäudes für eine gewisse Zeit „ohne große Umbauten“ möglich sei. Denn, sollte man das zusätzliche Grundstück erwerben können, würde dort erst der geplante Neubau samt Tiefgarage errichtet und danach dann das Stabsgebäude renoviert sowie umgebaut werden. Angesichts der derzeit beengten Raumkapazitäten für die Landkreis-Mitarbeiter hofft Hauner, dass eine Nutzung des ehemaligen Kasernenbaus auch ohne aufwendige Maßnahmen für eine Zeit möglich sei. Immerhin seien dort Schüler der FOS/BOS unterrichtet und rund 170 Asylbewerber untergebracht worden.

Wenn alles so klappt, wie sich Hauner das vorstellt, sei man bestrebt, die angemieteten Räumlichkeiten – beispielsweise an der Poststraße – aufzugeben, die Mitarbeiter, die derzeit im ehemaligen Verwaltungstrakt des Klinikums untergebracht sind, oder auch das Gesundheitsamt umzusiedeln. Derweil schafft man auch am Stammsitz des Landratsamtes in Neustift neue Flächen. Denn die Sparkasse Freising habe den Mietvertrag für ihre Filiale im Landratsamt bereits gekündigt, so Hauner. Die Räume würden jetzt frei und für eine Verwaltungsnutzung mit viel Publikumsverkehr umgebaut.

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Der größte Ausgabeposten im Landkreishaushalt sei freilich der Bereich Bildung, betonte Hauner gestern. Nachdem 2018 die Realschule in den Guten Ängern eingeweiht wurde und man an der Realschule in Au fleißig am Erweiterungsbau werkele, sei man in diesem von Hauner als „Jahrzehnt der beruflichen Bildung“ ausgerufenen Zeitraum fleißig dabei, die Planungen für den Berufsschulneubau an der Wippenhauser Straße voranzutreiben. Freilich müsse man erst noch auf das erst vor einigen Monaten von der Stadt geforderte Verkehrsgutachten warten. Ob man es im kommenden Jahr also schafft, den Architektenwettbewerb zu starten, sei noch nicht sicher. Von der Hoffnung, dass er nach dem Beschluss zum Neubau der Berufsschule aus dem Jahr 2013 noch in seiner Amtszeit den Spatenstich setzen könne, hat sich der Landrat inzwischen verabschiedet. Nicht aber davon, in den noch verbleibenden 16 Monaten Projekte so voranzutreiben, dass sie „unumkehrbar“ seien.

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