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Der Fokus des Landkreises soll künftig stärker auf Radwege ausgelegt sein.

Es bleibt noch viel zu tun

Landkreis Freising nimmt Radwege-Planung verstärkt ins Visier

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Der Landkreis will sich künftig verstärkt für den Ausbau von Radwegen einsetzen. Doch es bleibt viel zu tun.

Freising – Wo soll künftig der Schwerpunkt im Bereich Tiefbau im Landkreis liegen? Wie muss dafür das Sachgebiet Tiefbau im Landratsamt neu ausgerichtet werden? Eine erste grobe Richtung gab da der Planungsausschuss des Landkreises vor: Die Kreisstraßen müssen instandgehalten werden, ein stärkerer Fokus soll künftig auf den Ausbau und den Unterhalt der Radwege gelegt werden. Und dazu braucht man mehr Personal.

Dass es beim Tiefbau „Diskrepanzen“ zwischen den übertragenen Aufgaben und der personellen Ausstattung gebe, das war im Februar im Kreisausschuss angesprochen worden. Amtsleiter Andreas Kämper war also beauftragt worden, diverse Ansätze zu erarbeiten, ob – und wenn ja wie – man das Sachgebiet neu aufstellen könne.

Planungsausschuss erhält vier Alternativen

Vier Alternativen mit jeweils unterschiedlichen Konsequenzen hatte er deshalb am Donnerstag dem Planungsausschuss vorgelegt: Variante 1, nämlich das „Beibehalten des Status Quo“, kam für keinen der Kreisräte in Frage. Auch die Alternative, den Unterhalt für die Kreisstraßen zu reduzieren, um in der Folge mehr Kapazitäten für Radwege zu haben, war keine Option. Man dürfe, so die einhellige Meinung, „die Straßen nicht verfallen lassen“, wie es Landrat Helmut Petz formuliert hatte.

Michael Stanglmaier will Radweg-Projekte priorisieren.

Variante 4, die eine Stärkung beim Ausbau und Unterhalt der Straßen und zudem einen stärkeren Fokus auf die Radwege gelegt hätte, traf auch nicht auf die uneingeschränkte Zustimmung der Kreisräte. Nachdem man in den vergangenen Jahren so viel in die Kreisstraßen investiert habe, müsse man sich da beim Neubau jetzt „Zurückhaltung auferlegen“, so Peter Warlimont (SPD).

Blieb also noch Alternative 3, die als Willensbekundung einstimmig angenommen wurde: Ausbau und Unterhalt der Kreisstraßen erfolgen auf dem Niveau der vergangenen fünf Jahre mit einem Budget von rund 15 Millionen Euro pro Jahr, allerdings werden die Bemühungen um neue Radwege verstärkt. Dazu müssten zwei neue Stellen im Tiefbauamt geschaffen werden – eine für Planung, eine für Verwaltung.

Erweiterung vieler Radwege sind in Bearbeitung

Zu tun hat man da genug, wie ein Bericht von Kämper zum Radwegekonzept im Landkreis zeigte: Eine ganze Reihe von Radweg-Erweiterungen habe man derzeit in der Bearbeitung. Notwendig wäre nun, so Kämper, eine Priorisierung der Maßnahmen. Michael Stanglmaier (Grüne) sagte, Priorität sollten die Maßnahmen haben, wo die Verkehrsbelastung am höchsten und wo die Chance, dass Menschen auf das Rad umsteigen, am größten sei. Die Kreisräte wussten auch, dass der Radwegebau oft am Grunderwerb scheitere. Da helfe die schönste Priorisierung nichts.

Dennoch: Die Verwaltung wurde beauftragt, Projekte samt Priorisierung vorzuschlagen und die Kosten zu benennen. Und dann soll der Planungsausschuss über die einzelnen konkreten Maßnahmen abstimmen.

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