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Symbolische Übergabe: OB Tobias Eschenbacher (r.) übergab Landrat Hauner den symbolischen Schulschlüssel. Für Schulleiterin Christine Obermaier wird sich durch den Wechsel der Trägerschaft aber genauso wenig ändern wie für Schüler, Lehrer und Eltern.

Landkreis übernimmt Realschule Freising

Ein großer goldener Schlüssel und viel, viel Geld

Freising – „Das gibt’s nur einmal“, das kommt nie wieder, wusste Schuldirektorin Christine Obermaier genau. Denn dass nach über 40 Jahren, in denen die Stadt Freising als Sachaufwandsträger für die Realschule Freising zuständig war, seit 1. Januar 2017 der Landkreis für den Unterhalt verantwortlich ist, ist ein einmaliges Datum in der Historie der Karl-Meichelbeck-Realschule. Gestern wurde offiziell und symbolisch der goldene Schulschlüssel übergeben

Die Hoffnung von OB Tobias Eschenbacher und Landrat Josef Hauner, dass weder Lehrer noch Schüler oder Eltern etwas von dem Wechsel der Trägerschaft bemerken, dürfte sich erfüllen. Denn auch wenn es in den Verhandlungen zwischen Stadt und Landkreis „um sehr viel Geld“ ging, wie Landrat und OB unisono betonten, waren sich beide Seiten doch einig: Die Stadt habe über vier Jahrzehnte lang gut für die Schule gesorgt, sagte der Landrat, und jetzt werde auch der Landkreis die Schule gut „umsorgen“ und „pflegen“, so der OB. Und beide waren sich sicher: „Morgen schaut die Schule genauso aus wie heute“, wie es Eschenbacher formulierte. Diese Sichtweise teilte Rektorin Obermaier: Die Stadt habe stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Realschule gehabt, jetzt habe man seit 1. Januar auch einen „aufmerksamen“ Sachaufwandsträger.

Im Jahr 1969 wurde die Realschule in Freising gegründet, war zunächst in Gebäuden an der Haydstraße und an der Kammergasse beheimatet – dort, wo heute Polizei und Vhs residieren. 1988 wurde die Realschule an der Düwellstraße errichtet, seitdem immer wieder erweitert und mit Anbauten versehen. Und immer war die Stadt Freising als Träger für all diese Maßnahmen verantwortlich – „freiwillig“, wie Landrat Josef Hanuer lobend hervorhob. Denn laut Gesetz ist eigentlich der Landkreis als Sachaufwandsträger für weiterführende Schulen vorgeschrieben.

Neun solcher Schulen hatte der Landkreis bis zum 31. Dezember 2016 in seiner Obhut. Seit 1. Januar sind es nun zehn. Und weil es bald die neue Realschule in Au und die zweite Realschule in Freising geben wird, weil die Stadt auch noch die Trägerschaft für das Dom- und das Josef-Hofmiller-Gymnasium abgeben wird, werden es in absehbarer Zeit 14 Schulen sein, für die der Kreis zuständig ist. Und dann geht es wieder um Geld. Um viel Geld.

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