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Bei der Übergabe der Bücherkisten und Tablets an die Einrichtungen (v. l.): Marion Ellenbrock (Gemeindekindergarten Spatzennest Allershausen), Pfarrerin Dorothee Löser (evangelisch-lutherische Kindertagesstätte Freising), Helga Schöffmann (Stadt Freising, Trägervertreterin der städtischen Kindertageseinrichtungen), Arabella Gittler-Reichel (Abteilungsleitung Amt für Jugend und Familie Freising), Christina Binder (Sachgebietsleitung Amt für Jugend und Familie), Martina Bock (Fachbereich Kindertageseinrichtungen, Amt für Jugend und Familie), Landrat Josef Hauner, Pfarrer Stefan Menzel (Integrativer katholischer Pfarrkindergarten St. Christophorus Fahrenzhausen), Bürgermeister Uwe Gerlsbeck (Gemeinde Kirchdorf, integra tiver Gemeindekindergarten Ampernest), Bernadette Baufeld (Katholische Jugendfürsorge Freising) und Tanja Schranner-Seehofer (Integrativer Johannes-Kindergarten Nandlstadt). 

Landkreis unterstützt Kitas mit Flüchtlingskindern

Diese Kisten haben es ganz schön in sich

Drei Millionen Euro stellte der Freistaat Bayern in diesem Jahr für die Förderung der Bildung, Erziehung und Betreuung von Asylbewerber- und Flüchtlingskindern in Kindertageseinrichtungen zur Verfügung. Exakt 36 525,60 Euro davon stehen dem Landkreis Freising zu. Aus diesen Mitteln finanzierte das Amt für Jugend und Familie unter anderem 44 Bücherkisten und 50 Tablets zur Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen.

Freising – Die Kisten sind entsprechend der Altersbereiche für Krippen, Kindergärten und Horte ausgestattet. Für die Tablets wurden die Apps zur Sprachförderung von Kindergarten- und Hortkindern bereits nach einer entsprechenden Beratung durch den Verein Studio im Netz (SIN) vorinstalliert. Mehrere Schulungen für das pädagogische Personal von Kindertageseinrichtungen wird der Fachbereich Kindertageseinrichtungen im Jugendamt im nächsten Jahr durchführen.

2016 hatte das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS) die entsprechende Richtlinie an alle Regierungen, kreisfreien Städte und Kreisverwaltungsbehörden erstmals ausgegeben. Der Freistaat stellte seinerzeit sechs Millionen Euro zur Verfügung. Im Landkreis Freising finanzierte das Jugendamt vergangenes Jahr eine Fortbildung zur Traumapädagogik für das pädagogische Personal von Kindertageseinrichtungen. Außerdem beschäftigte ein freier Träger eine Zusatzkraft für Flüchtlingskinder in seinen Kindergärten und bezahlte sie aus diesem Fördertopf.

Heuer wurde die Richtlinie Asyl mit drei Millionen Euro aufgelegt. Aus den Fördermitteln für den Landkreis hat ein kirchlicher Träger Geld für die Förderung von zusätzlichem Personal zur Betreuung von Flüchtlingskindern beantragt. Den Rest verwendet das Amt für Jugend und Familie für die Bücherkisten und Tablets zur Sprachförderung. Ausblick: Für 2018 sind zwei Millionen Euro Förderung geplant, wovon der Kreis 27 056 Euro bekommen wird.

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