Offene Ganztagsschulen

Finanzspritze vom Kreis

Freising - Das Angebot einer offenen Ganztagsschule am Gymnasium in Moosburg und am Camerloher-Gymnasium wird vom Landkreis ab dem Schuljahr 2017/2018 mit 6000 Euro pro Gruppe unterstützt. Diese freiwillige Förderung hat der Schulausschuss jetzt mit 9:5 Stimmen beschlossen.

Nach einer Besprechung zwischen dem Landrat, den Schulleitungen und Vertretern der Katholischen Jugendfürsorge und der Caritas, die als Kooperationspartner für die offenen Ganztagsschulen an den Freisinger Gymnasien fungieren, wurde von den beiden Kooperationspartnern der Antrag auf Förderung gestellt: 6000 Euro pro Schuljahr und Gruppe hatte man erbeten, da die Gelder des Freistaats (25 350 Euro pro Schuljahr und pro Gruppe) sowie der Fördersatz der Kommune (5500 Euro) nicht ausreichten. Immerhin, so die Argumentation, leiste man wesentlich mehr als in solchen offenen Ganztagesangeboten eigentlich vorgesehen. Nun hatte der Landkreis im Jahr 2013 bereits einen Antrag auf eine zusätzliche freiwillige Bezuschussung in Höhe von 4000 Euro abgelehnt, die Stadt Freising diesem Antrag allerdings für Schulen in ihrer Trägerschaft zugestimmt. Jetzt also der Antrag der Kooperationspartner auf einen freiwilligen Zuschuss in Höhe von 6000 Euro. Die Landkreisverwaltung hatte angesichts der Tatsache, dass bald auch JoHo, Dom-Gymnasium und Realschule von der Stadt an den Landkreis übergehen (wir haben mehrfach berichtet), vorgeschlagen, sich an der Regelung der Stadt zu orientieren. Im Klartext: 4000 Euro Förderung pro Gruppe und Schuljahr – und zwar erst ab 2017, dann aber aus Gründen der Gleichbehandlung auch für das Camerloher-Gymnasium, das bereits in der Sachaufwandsträgerschaft des Landkreises ist. Eva Bönig (Grüne) hingegen machte sich am Donnerstag für 6000 Euro stark. Schließlich seien die Zuschüsse der Regierung schon „sehr mager“. Die Mehrheit der Kreisräte sah das auch so, votierte für den Antrag Bönigs. Die Übernahme weiterführender Schulen durch den Landkreis hatte auch noch einen anderen Beschluss zur Folge: An der Karl-Meichelbeck-Realschule sind derzeit sowohl die EDV- als auch die Telefonanlage zentral an die Rechen- und Telefonzentralen der Stadt angeschlossen. Das muss sich zum 1. Januar, wenn die Realschule an den Landkreis übergeht, ändern. Und deshalb werden nun EDV und Telefone an die jeweiligen Zentralen des Landratsamtes angeschlossen. Rund 100 000 Euro wird das den Landkreis kosten. Der Schulausschuss votierte einstimmig dafür. Dass die Ausstattung auch von Schulen, für die der Landkreis bereits Sachaufwandsträger ist, Geld kostet, zeigte der dritte Beschluss, den der Schulausschuss fasste: Ebenfalls rund 100 000 Euro muss man ausgeben, um die PC-Ausstattung der Berufsschule Freising wieder auf Vordermann zu bringen. Beispielsweise müssen 112 PC-Systeme, zwölf Laptops, acht Beamer, sechs Dokumentenkameras und andere Hardware angeschafft werden. Teilweise werden dadurch alte oder defekte Geräte ersetzt, manches davon ist eine Neuausstattung. Auch hierfür fiel der Beschluss der Kreisräte einstimmig.

Andreas Beschorner

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