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Irish Folk vom Feinsten war im Oscar’s zu hören. Die Stimmung? Ein Dauerhoch. Die Paul Daly Band konnte sich da voll auf ihre Fans verlassen.

Heisse Rhythmen, laue Temperaturen

Das war sie, die Sommernacht der Musik

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Die Konzert-T-Shirts mit Aufdrucken von Westernhagen und AC/DC aus dem Schrank geholt und raus auf die Partymeile! Die Freisinger Nacht der Musik rief. Und das Wetter spielte mit. Auch vor den Kneipen ließ es sich diesmal gut feiern.

Freising – Ja, es waren schon mal mehr als die 14 Kneipen und Stüberl, in denen am Samstagabend der Freisinger Bär steppte. Und es waren auch schon mal mehr als die 16 Bands und Combos, die bei der Nacht der Musik heuer im Jahr 2018 auftraten. Dennoch: Das Kneipen-Hopping-Event nach guter, alter und bewährter Manier lockte die Massen an. Als um 19 Uhr auf dem Marienplatz die Safado Street Groove Band eine Stunde vor dem offiziellen Startschuss in den Wirtschaften mit heißen Samba-Rhythmen den Auftakt machte und danach der Niederbayerische Musikantenstammtisch für urig weiß-blaue Unterhaltung sorgte, da hatten sich auf dem Marienplatz schon viele hundert Besucher eingefunden, um sich mit Freunden zu treffen und von dort aus die Freisinger Kneipenszene unsicher zu machen.

Dass die warmen Temperaturen ein ganz anderes Feeling erzeugten als wenn es – wie leider so oft bei Nacht der Musik – regnet und kalt ist, das war von der ersten Minute an zu spüren und sehen. Denn während sich bei Nässe und Kälte das feierlustige Musikvolk sonst auf Gedeih und Verderb in die Kneipen quetscht und jeder Glückliche seinen Sitzplatz, wenn er ihn denn einmal ergattert hat, nicht mehr so schnell hergibt, war das am Samstag viel entspannter. Wer keinen Platz mehr bekam, der ließ sich gemütlich und relaxed mit seinem Fläschchen Bier (oder Cola) auf dem Bürgersteig vor der Kneipe seiner Wahl nieder und lauschte so also draußen und durch die geöffneten Fenster und Türen dem, was die Band drinnen so von sich gab. Ohne Stress konnte man dann cool weiter schlendern, sich von Soul und Funk mit der Soul Community im Etcetera ein paar Meter weiter zu den Ska- und Metalmusikern von Rapid im Furtnerbräu begeben, und musste dazu nur ein neues Plätzchen auf der Straße finden. Oder man wechselte vom Parkcafé mit Riserva 17 ins Stadtcafé mit InCity. „Für jeden Geschmack etwas dabei“ – damit wirbt der Verein Prima leben und stereo für die Freisinger Nacht der Musik. Und dafür hatte Plus wieder Bands aus vielen verschiedenen Musikrichtungen engagiert – von den Men in Gray, die, der Name lässt es vermuten, Songs der 70er Jahre covern, über die Recheneinheit Karolii, die Blues, Elektro und Rock kombiniert, bis hin zur Paul Daly Band, die mit Irish Folkmusic aufwartet.

Da waren Urgesteine und bekannte Namen der Freisinger Musikszene wie Midlife or Crisis? und Apollon’s Smile oder auch Beleza, hinter dem sich Julia Schröter und Uli Wunner verbergen. Da waren aber auch Neulinge wie Heavymörtl aus dem Salzachtal, die den guten alten Rock coverten. Und wer nach einer Tour durch die Innenstadt (und vielleicht sogar bis nach Neustift zu Breakdance und HipHop im Vis-á-vis) noch nicht genug hatte, den animierten diverse After-Show-Partys, noch länger zu bleiben und zu feiern: In der Q-Bar, im Furtner, im Bierstüberl, in Oscar’s und im Franziskus mit den B-Seiten-Allstars ging es bis spät in die Nacht hinein weiter. Und wer dann immer noch nicht genug hatte, der war am Sonntagvormittag zum Frühschoppen ins Weißbräu Huber geladen.

Ein echtes Déjà-vu. Denn da war er wieder: der Niederbayerische Musikantenstammtisch. Und da waren auch sie wieder: die T-Shirts mit Aufdrucken von Westernhagen, ACDC und Co.

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