+
Diese Baustelle ärgert nicht nur die Tüntenhausener, sondern Pendler aus dem gesamten Landkreisnorden. Es fehlen (noch) die Umleitungen. 

Tüntenhausen

Kleine Baustelle, großer Ärger – und ein Eingeständnis

  • schließen

Nicht nur die Tüntenhausener ärgern und wundern sich über die Baustelle an der B 301 (wir haben berichtet). Auch viele Pendler aus dem Landkreisnorden sind unzufrieden mit dieser Baustelle und stellen zahlreiche Mängel und Defizite fest. Beim Staatlichen Bauamt gibt man Fehler zu, kann aber auch einige Kritikpunkte aus der Welt schaffen.

Tüntenhausen–  Wieso die Zufahrten zur Zellhauser und zur Itzlinger Straße in Tüntenhausen gesperrt seien, obwohl doch nur die kleine Brücke saniert werde, das ist den Bürgern von Tüntenhausen unverständlich. Baudirektorin Jessy Sowoboda, im Staatlichen Bauamt Abteilungsleiterin für Brückenbau, rechtfertigt das auf Nachfrage des Freisinger Tagblatts damit, dass eben nicht nur die Brücke und damit ein ganz kurzes Stück der B 301 saniert werde, sondern – und das sei auf Bitte der Kommune geschehen – ein großer Teil des Straßenbelags gleich mit. Dass deshalb dann möglicherweise schon einige Tage zuvor Zufahrten gesperrt werden, sei die Erklärung für dieses Vorgehen.

Dass allerdings – ein anderer Kritikpunkt aus den Reihen der Bevölkerung – nirgends Umleitungen ausgeschildert seien, das könne sie sich auch nicht erklären. „Da ist uns dann definitiv ein Fehler unterlaufen“, räumt Swoboda freimütig ein. Sie werde sich darum kümmern, verspricht die Baudirektorin. Swoboda hat damit ganz anders reagiert, als das beispielsweise Oliver Dorn erlebt hat. Der hatte ebenfalls beim Staatlichen Bauamt angerufen und, so berichtet er, auf seine Nachfragen und Hinweise hin nur die patzige Antwort einer Mitarbeiterin erhalten: Er solle sich halt, wenn er es besser wisse, demnächst als Verkehrsplaner bewerben.

Und noch etwas anderes, das die Situation in Tüntenhausen zusätzlich verschärft, haben Dorn und andere Bürger angesprochen: Noch immer ist die Ortsdurchfahrt von Palzing gesperrt, die Fahrbahnsanierung noch immer nicht abgeschlossen. Das bedeutet, dass für B 301-Nutzer nicht nur die Ausweichmöglichkeit über Palzing und Haindlfing entfällt, sondern dass auch diejenigen Autofahrer, die normalerweise über Palzing und Haindlfing nach Freising fahren (etwa die Wolfersdorfer), jetzt auch die B 301 nutzen und damit die Baustelle in Tüntenhausen in Kauf nehmen müssen. Warum die Maßnahme in Palzing noch andauert, erklärt Sowoboda so: Um den Arbeitsaufwand zu minimieren und günstigere Angebote zu erhalten, habe man die Maßnahme an der Staatstraße in Palzing gemeinsam mit einem anderen Projekt im Landkreis Erding ausgeschrieben und dann an eine Firma vergeben. Und das führe eben dazu, dass sich die Maßnahme hinziehe.

Nicht verzögern soll sich die Baustelle in Tüntenhausen, so Swoboda. Mitte Dezember muss die Maßnahme abgeschlossen sein. „Wir können das nicht über den Winter hinziehen“, betont die Baudirektorin.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Von Lkw mitgeschleift: 81-Jährige stirbt
Eine 81 Jahre alte Frau starb am Mittwoch in Eching an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls. Sie wurde offenbar von einem Lkw erfasst und mitgeschleift. Der Fahrer …
Von Lkw mitgeschleift: 81-Jährige stirbt
Stalker aus Freising terrorisiert Frau - RTL zeigt den Fall heute in stern TV
Sie leben in Angst und fühlen sich von der Justiz im Stich gelassen: Eine Familie aus dem Raum Regensburg erzählt bei stern TV über einen Stalker. 
Stalker aus Freising terrorisiert Frau - RTL zeigt den Fall heute in stern TV
Eine städtebauliche Groß-Operation
Marode Gebäude, ein Parkplatz als Schotterwüste, verwinkelte Wegebeziehungen. Das Klinik-Areal ist städtebaulich kein Prunkstück. Ein „Masterplan“ soll das ändern. …
Eine städtebauliche Groß-Operation
Chorleiterin aus Eching: „Volkslieder sind ein kostbares Kulturgut“
Im Rahmen der Kulturpreisverleihung des Landkreises Freising geht einer der Anerkennungspreise nach Eching: An den Chor Silberklang des ASZ-Mehrgenerationenhauses unter …
Chorleiterin aus Eching: „Volkslieder sind ein kostbares Kulturgut“

Kommentare