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Sonnenblumen für die vier Besten! Simon Konrad (1,8), Magdalena Gleixner (1,8), Marijo Jurisic (1,5) und Gentiana Beluli (1,6, v. l.) starten mit Top-Noten in die Zukunft.

Abschlussfeier

Lerchenfelder Mittelschüler starten in eine hoffnungsvolle Zukunft 

Freising – Dass den 15- und 16-jährigen Schülern der Abschied von ihrer Bildungsstätte viel bedeutete, merkte man am Donnerstag an der Mittelschule Lerchenfeld.

Die jungen Frauen und Männer hatten sich fast allesamt in ihre feinsten Klamotten geworfen. Der Lerchenfelder Schulleiter stand am Rednerpult, schaute auf die Entlassschüler der 9 a und 9 b herab – und fast war es, als würde er sich einen Stoßseufzer entringen: „Endlich geschafft.“ Dabei huschte ein Lächeln über Hubert Ettingers Gesicht. Und er schob die Rhetorische Frage nach: „Was haben Neuntklässler und der Schulleiter gemeinsam?“ Die Antwort gab sich Ettinger selbst: „Alle verlassen jetzt die Schule.“ Der Rektor nach 41 Jahren in den Ruhestand, die Schüler nach neun Jahren in eine hoffnungsvolle Zukunft. 

Die 37 Mittelschüler, die am Donnerstag das Haus verließen, waren überdurchschnittlich, wie der Schulleiter konstatierte. 30 hatten sich zum Qualifizierenden Mittelschulabschluss angemeldet, 22 von ihnen haben diesen auch gemeistert. „Das sind 72 Prozent – mehr als in der Vergangenheit.“ Der Rektor dankte dem Kollegium, den Eltern, dem Elternbeirat und nicht zuletzt den Absolventen, die die Schule auch mit einer sozialen Kompetenz verlassen, die im weiteren Leben sehr wichtig sei. 

Die Elternbeiratsvorsitzende Petra Graßl wünschte den jungen Menschen, dass jeder seinen Traumberuf und „ehrliche Freunde“ finden möge. Dem Schulteam attestierte die Elternvertreterin, „großartige Hilfe“ geleistet zu haben. 

Die Klassensprecher Gentiana Beluli und Adrian Piller blickten auf eine „gute Zeit“ zurück, wo es „nur mit zwei Lehrern“ Auseinandersetzungen gegeben habe – Gekichere bei den Mitschülern. Als Highlight bezeichneten Beludi und Piller die Freizeiten in Straubing und am Gardasee. Da sei man ein „eingeschworener Haufen“ geworden. 

Die beiden Klassenleiter Michael Kettl und Helmut Jendros sagten auf ihre Weise Adieu zu den Schülern. Während Jendros quasi noch einmal einen letzten Schultag mit den Schülern auf humorvolle Weise vorbeiziehen ließ (mit Deutsch und Mathe, versteht sich), hielt sich Kettl eher an die persönliche Schiene. Der Junglehrer war nach dem Referendariat in Straubing vor zwei Jahren nach Lerchenfeld versetzt worden. Der Schulleiter habe damals zu ihm gesagt, „Lerchenfeld ist kein leichtes Pflaster, viel Glück“. Seinen Schülern bestätigte Kettl allerdings, dass man in diesen zwei Jahren eine große Gemeinschaft geworden sei: „Ihr habt viel geleistet!“ Und er betonte, dass ihm die Jungs und Mädels ans Herz gewachsen seien.

Heinz Mettig

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