Auch Tote nach Einsturz der Autobahnbrücke in Italien

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Die Sitzplätze reichten nicht mehr in der Christi-Himmelfahrtskirche: Der Andrang war enorm. Die Freisinger wissen: 2018 könnte die Startbahn-Entscheidung fallen. 

Dekan Peter Lederer beim Lichterzeichen-Schweigemarsch

„Das rein quantitative Wachstumsprinzip hat ausgedient“

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An die 500 Menschen haben am Sonntag beim „Lichterzeichen“-Zug durch die Freisinger Innenstadt ihrem stillen Protest gegen die dritte Startbahn Ausdruck verliehen. Dekan Peter Lederer sprach den Teilnehmern am Schweigemarsch aus der Seele: „Wer behauptet, je größer bedeute umso besser, der lügt nachweislich“, so Lederers eindringlicher Appell für ein qualitatives Wachstum auch auf dem Sektor der Mobilität.

Freising Pfarrerin Dorothee Löser hatte die Menschen von der Christi-Himmelfahrtskirche aus hinaus auf den ersten „Lichterzeichen“-Schweigemarsch des Jahres in die Innenstadt ausgesendet – rund 500 Menschen, die genau wissen, dass das Jahr 2018 ein wichtiges, wenn nicht das entscheidende Jahr im Startbahn-Abwehrkampf sein wird. Und das nicht nur wegen der Landtagswahl 2018.

Auf dem Marienplatz sammelte man sich dann im Halbrund um Peter Lederer, der einem rein quantitativen Wachstum eine klare Absage erteilte: „Das rein quantitative Wachstumsprinzip hat ausgedient!“ Wahres Wachstum sei qualitativ. Ein Beispiel, das Lederer anführte: Unglaublich riesige Kisten seien die Fernseher früher gewesen, jetzt aber ganz flache Hightech-Produkte mit ungleich besserem Bild. Wieso, so der Freisinger Stadtpfarrer, solle eine solche Entwicklung nicht auch bei der Mobilität möglich sein – beispielsweise durch mehr und schnellere Züge, die Flüge vermeiden könnten, oder auch durch größere Flugzeuge, die mehr Menschen mit einem Flug transportieren.

Lederer betonte im Namen derer, die schweigend hinter dem „Lichterzeichen“-Transparent marschiert und sich auf dem Marienplatz versammelt hatten, dass man ja kein Ende der Mobilität fordere, sondern intelligente Lösungen für ein qualitatives Wachstum. Lederers Appell an die Startbahngegner: „Machen wir uns stark, dass wir für echte Lebensqualität einstehen!“ Am Donnerstag, so wurde am Sonntagabend am Ende der Veranstaltung geworben, könne man wieder für echte Lebensqualität einstehen: bei einer Demonstration vor Beginn des CSU-Neujahrsempfangs auf dem Schafhof, wo ab 19 Uhr Staatsminister Marcel Huber sprechen wird.

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