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Glückwunsch! Diese jungen Damen – und ein Herr – haben die Ausbildung zu staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern gemeistert. Darüber freuen sich die Praxislehrerinnen Meral Meindl (3. v. r.) und Helene Bartels (r.).

Fachakademie für Sozialpädagogik

Lob, Dank und eine dicke Prämie

Freising - Sie sind überaus gefragt und überaus glücklich: 17 Erzieherinnen und ein Erzieher, allesamt künftige Führungskräfte, wurden am Donnerstagnachmittag an der Staatlichen Fachakademie für Sozialpädagogik verabschiedet. Noch dazu wartete auf die Absolventen eine dicke Prämie.

Einfach war der Weg nicht. Fünf Jahre dauert die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin oder – wie im Fall von Alexander Weiß aus Au – zum staatlich anerkannten Erzieher. Davon sind zwei Jahre an der Berufsfachschule und drei Jahre an der Fachakademie zu absolvieren – inklusive einem Jahr Berufspraktikum. Der einzige Mann war aber weniger der Hahn im Korb, sondern bekam ebenfalls eine Rose und eine Urkunde, die es beim Festakt an der Freisinger Berufsschule gab. 

Es war erst der zweite Jahrgang, der diese Art der Ausbildung an der Fachakademie abgeschlossen hat, wie Bürgermeisterin Eva Bönig in ihrem Grußwort erklärte. Aber eben der erste, der sehr bewusst mit einer eigenen Feier verabschiedet wurde. „Das unterstreicht auf seine Weise die besondere Bedeutung Ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit, deren Gewicht in der Öffentlichkeit auch heute noch nicht immer in vollem Umfange gesehen wird“, sagte Bönig. Und sie muss es ja wissen: Schließlich war sie selbst lange Jahre Kindergartenleiterin. Bönig habe übrigens auch eine Rolle dabei gespielt, dass die Fachakademie in Freising Einzug gehalten hat: Das stellte der Schulleiter der Fachakademie für Sozialpädagogik, Matthias Fischer, bei der Abschlussfeier heraus. Bönig habe „kräftig mitangeschoben und beim Landkreis dafür geworben“, machte Fischer deutlich. Auch die stellvertretende Schulleiterin Michaela Then dankte der Bürgermeisterin für ihren Einsatz. 

Den dürften auch die Absolventen bald in den umliegenden Kindergärten, Kinderkrippen und Horten erbringen. Zu den Tätigkeitsfeldern zählte Fischer etwa auch Einrichtungen der Jugend- oder Behindertenhilfe. Angst um ihre berufliche Zukunft müssen sie sich nicht machen: Fischer zufolge könnte man von solch gut ausgebildeten Führungskräften noch viele mehr gebrauchen. 

Sogar die Traumnote 1,0 hat es unter den Absolventen gegeben – und das gleich zwei Mal, wie Fischer voller Stolz verkündete. Anna Lettmeier und Amelie Röttinger erhielten einen Büchergutschein dafür. Nicht genug der Ehre: Alle Absolventen bekommen vom Staat 1000 Euro Prämie für ihren Abschluss, wie Fischer am Ende des offiziellen Teils der Feier betonte.

Die Absolventen: 

Nathalie Beil, Jessica Busch, Julia Efinger, Irmgard Günther, Jenny Hammerl, Peggy Kaden, Jasmin Kain, Merve Karatas, Katrin Kerscher, Anna Lettmeier, Manuela Maier, Jacqueline Pliske, Anja Reiter, Amelie Röttinger, Nicole Schinke, Bettina Schmid, Büsra Tekin und Alexander Weiß.

Alexander Fischer

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