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Kostüme, Szenerie, Musik: Alles passte beim „Luther-Spektakel“ in der Camerloher-Aula.

„Luther-Spektakel“

Ein Fest für Augen und Ohren

„Spektakel“ – das klingt nach Aufregung, nach Action. Und tatsächlich: Das Luther-Spektakel 2017 war aufregend und beinhaltete jede Menge Action. Die Aufführung eines fiktiven Festes im Hause des großen Reformators am Freitagabend in der Aula des Camerloher-Gymnasiums vereinte nämlich Schauspielkunst mit Gauklertum, Sangeskunst mit Tanz, Instrumentalmusik mit Akrobaten.

Freising Die Aufführung hätte viel viel mehr Zuschauer verdient. Es war die Theatergruppe Opodeldok, die den schauspielernden Stamm auf der Bühne bildete: Philipp Schreyer als Martin Luther und Katharina Bracke als seine Frau Katharina von Bora, dazu Jonathan Avonda als Philipp Melanchthon und noch viele andere Gäste – das ist das Sujet, das unter Regie und Leitung von Barbara Hofmann den Abend prägte, das den Rahmen für eine multimediale Show bot.

Zu einem Spektakel – und zwar einem sehr aufwändigen Spektakel – wurde die Aufführung im Lutherjahr 2017 vor allem deshalb, weil neben den Theaterspielern auch jede Menge andere Akteure und viele andere Kunstformen Eingang in die Inszenierung des Festmahls im Hause Luthers gefunden haben. Da waren die Musikanten, wie sie eben zu einem echten Festspektakel gehören: Die Compagnia Cinquecento, ein exklusives Profi-Ensemble unter Leitung von Christoph Eglhuber, legte die musikalische Grundlage für die Aufführung, war mit seiner perfekten Interpretation ein ganz wesentlicher Baustein für die hohe Qualität des liebevoll und mit viel Gespür für die Atmosphäre zusammengestellten Stücks. Diese Musik war es selbstverständlich auch, die einige Einlagen der Tanzgruppe „Sir John’s Delight“ begleitete. Beim Anblick der Tanzdarbietungen fragte sich nicht nur ein Teilnehmer des Festessens, „wie man nur so schnell seine Füße bewegen kann“, sondern ging es auch sehr schnell, dass man das moderne Ambiente der Gymnasiums-Aula vergaß und sich in die höfische Stimmung des 16. Jahrhunderts versetzt fühlte.

Profis und Könner waren auch die „Studenti cantanti“ – ein fulminantes Quartett aus bekannten Sängern, die mit ihren Darbietungen das Publikum zu besonders viel Applaus animierten. Doch damit noch immer nicht genug der Zutaten zu einem wahren Spektakel: Da gab es ja noch die rasanten und mitreißenden Gaukler der Freisinger Zirkusgruppe, Jongleure und Akrobaten, außerdem die Garde, die aus Schülern des Camerloher-Gymnasiums gebildet worden war, sowie das Jugendblechbläserensemble der Schule.

Das Luther-Spektakel – eine schöne Szenerie, schöne Melodien, schöne Kostüme, schöne Tänze, schöne Gesänge, schöne Kulissen. Einfach schön halt. Und vielleicht kommen am Donnerstag, 20. Juli, ja mehr Zuschauer, um das Luther-Spektakel zu sehen. Dann im Rahmen der Sommer-Kultur-Nächte auf dem Freisinger Domberg. 

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