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Dort, wo alles begann: Im Grünen Hof sprach Christian Magerl (M.) noch einmal über „Aktuelles zur 3. Startbahn“. Dass die bisher nichtm gebaut wurde, geht auch auf das Konto des streitbaren Grünen.

Abschied im Grünen Hof

Magerl: Die Startbahn wird nie kommen

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Seine letzte Plenarsitzung ist vorbei, seine Kutschfahrt mit seinem ganz besonderen Spezi Erwin Huber zum Abschluss ist schon fast legendär, sein letzter Auftritt als Landtagsabgeordneter fand da statt, wo alles begonnen hat: Im Grünen Hof sprach der Grüne Christian Magerl über – ja, genau – die dritte Startbahn. Die seiner Meinung nach nicht mehr kommen wird.

Freising Seine letzte Plenarsitzung ist vorbei, seine Kutschfahrt mit seinem ganz besonderen Spezi Erwin Huber zum Abschluss ist schon fast legendär, sein letzter Auftritt als Landtagsabgeordneter fand da statt, wo alles begonnen hat: Im Grünen Hof sprach der Grüne Christian Magerl über – ja, genau – die dritte Startbahn.

„Ich bin mit mir im Reinen.“ Wenn einer, der seit 1986 (mit einer Unterbrechung von fünf Jahren) Politik im Maximilianeum und für Bayern gemacht hat, das von sich sagen kann, dann hat er wohl alles richtig gemacht: Auf Christian Magerl, heute 63, trifft das wohl zu. Denn: „Es ist gut so“, sagt der Mann, der in den vergangenen Jahrzehnten wie kein anderer im Landkreis für die Grünen stand – auch wenn er anfangs kein Mitglied war – und jetzt die landespolitische Bühne verlässt. Wehmut? „Nur ganz leicht“, gibt Magerl zu, als er am Montag im Grünen Hof seinen letzten offiziellen Auftritt als MdL hat: „Aktuelles zur 3. Startbahn“ war sein Thema.

Im Grünen Hof, so erinnert sich Magerl, da hat seine politische Karriere auch begonnen: Im Januar 1986 wurde er vom Kreisverband der Grünen zum Landtagskandidaten nominiert, im Herbst zog er dann erstmals ins Maximilianeum ein. Es folgten Bewerbungen als Freisinger OB-Kandidat und zum Landrat, wofür es aber nie gereicht hat – wenn auch einmal, 2008, nur ganz knapp. Doch sechs Mal wurde ihm von den Wählern das Vertrauen geschenkt, in Bayern Politik zu machen. Lediglich von 1998 bis 2003 setzte Magerl aus. Freiwillig. Jetzt ist endgültig Schluss. Zum Abschied gab es nicht nur den „Grünen Oscar“ seiner Landtagsfraktion, sondern auch noch eine ganz besondere Kutschfahrt: Zusammen mit Erwin Huber, dem CSU-Mann, mit dem er sich wohl die erbittertsten Duelle um die Startbahn geliefert hat, fuhr er, gezogen von Haflingern, vom Preysingplatz zur letzten Sitzung ins Maximilianeum – wichtig: auf Einladung von Huber. Magerl betont, das sei nicht die erste Kutschfahrt mit Huber gewesen, denn in all den Jahren sei man sich des Öfteren in Zügen, laut Magerl auch so eine Art „Kutsche“, begegnet. Als seine größten Niederlagen hat Magerl einmal die Inbetriebnahme des Flughafens im Erdinger Moos und den Bau der Westtangente in Freising bezeichnet. Zu seinen Erfolgen zählt er die Verhinderung des Transrapid und der Marzlinger Spange. Und dass die dritte Startbahn auch nach 13 Jahren noch immer nicht gebaut sei. Und, so fügt er an, auch nicht gebaut wird – allein schon, weil nach dem 14. Oktober die CSU „nicht mehr die staatstragende Partei“ in Bayern sein werde, und weil man die Startbahn schlicht und einfach nicht brauche, man für ein solch unsinniges Projekt nicht so viel wertvolle Natur zerstören dürfe. Und genau diese Natur ist es, die Magerl jetzt in Ruhe genießen will.

Magerl, ein leidenschaftlicher Ornithologe, wird das Moos weiterhin durchstreifen, Vögel kartieren (aber nur, wenn es nicht regnet, wie er betont) – und damit ganz nebenbei auch der dritten Startbahn das Leben schwer machen. Und noch etwas verspricht Magerl – und hat das auch den über 100 Zuhörern im Grünen Hof zugesichert: Er werde seinen Vortrag, der sich gegen die dritte Startbahn richtet, fortschreiben. „Der ist jederzeit abrufbar.“ Aber nicht über Handy. Denn auch jetzt noch hat Christian Magerl kein Smartphone. Nicht, weil er Bedenken wegen der Strahlung oder so hätte, sondern „wegen des Lebensstils“.

Und so wird er auch am 14. Oktober abends im Landratsamt sein und die Ergebnisse live verfolgen.

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