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Nach dem Schweigemarsch zum Kriegerdenkmal wurden dort zahlreiche Kränze niedergelegt. 

Mahnung am Vorabend des Volkstrauertags

„Die Lebenden dürfen nicht schweigen!“

Die Beteiligung der Bürger am Vorabend des Volkstrauertages hielt sich – wie befürchtet – uch am frühen Samstagabend in Grenzen. OB Tobias Eschenbacher mahnte in seiner Gedenkrede: „Vergesst nicht – niemals“.

Freising – Die Krieger-, Soldaten und Veteranenvereine aus dem Stadtgebiet waren mit ihren Abordnungen in einem beeindruckenden Zug in die Stadtpfarrkirche eingezogen, wo der ökumenische Gottesdienst in Anwesenheit der gesamten politischen Spitze des Rathauses versammelt war. Am Oberbürgermeister war es auch in diesem Jahr, an die Freisinger zu appellieren, den Volkstrauertag als einen „besonderen Tag“ zu empfinden. Es sei der der wichtigste Tag, der dem Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gewidmet sei. Der Tag, „der „uns leise und doch kraftvoll dazu auffordert, ganz bewusst innezuhalten“. Es sei auch ein Auftrag, die Augen nicht zu verschließen vor unerträglichem Leid, und nach den Nachrichten einfach zur Tagesordnung überzugehen.

Eschenbacher räumte ein, dass vor allem junge Menschen ein Problem mit der Begrifflichkeit des Volkstrauertags hätten. Sie fragten sich: „Was hat das mit mir zu tun?“. Diesen jungen Leuten schrieb der OB ins Stammbuch: „Wir gedenken damit der Opfer beider Weltkriege, der Opfer von Terror und Gewalt, der Opfer von Flucht, Vertreibung und Verschleppung“. Man gedenke aber auch der Soldaten, die ihr Leben im Friedenseinsatz gegeben hätten und der Polizisten, die im Dienst getötet worden seien.

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Nach Gottesdienst und Schweigemarsch zum Kriegerdenkmal ergriff Pankraz Schmitt, der Vorsitzende des Lerchenfelder Krieger- und Soldatenvereins und Veranstalter der Feierlichkeiten, das Wort. Er zitierte den auf dem Freisinger Kriegerdenkmal eingemeißelten Spruch: „Weil die Toten schweigen, beginnt immer alles von vorn“. Deshalb dürften die Lebenden nicht schweigen, forderte er: „Krieg ist immer Zerstörung“. Zur Ehrung der Toten legten zum Lied vom „Guten Kameraden“, gespielt von der neu formierten Lerchenfelder Blasmusik, die Stadt Freising, die Bundeswehr, der Volksbund Kriegsgräberfürsorge, der Kreisverband der Krieger- und Reservistenvereine, der VdK sowie die Rettungsorganisationen BRK, Feuerwehr und THW Kränze am Ehrenmal nieder. HEIN METTIG

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