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Maskenpflicht in Freising: Laut Polizei machen die meisten "sehr gut" mit

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Von: Magdalena Höcherl

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Ein Schild weist auf die Pflicht  zur Mund-Nasen-Bedeckung hin.
An vielen öffentlichen Orten ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Das sieht nicht jeder ein (Symbolfoto). © Hauke-Christian Dittrich / dpa

Corona beeinflusst die Arbeit der Polizei enorm. Freisings Vize-Chef ist bislang zufrieden mit dem Verhalten der Bürger - appelliert aber auch eindringlich an sie, den Fokus nicht zu verlieren.

Freising – Seit gut fünf Monaten beeinflusst die Corona-Pandemie das Leben der Menschen maßgeblich. Regeln und Maßnahmen wie Maskenpflicht und Mindestabstand wurden eingeführt, um die Verbreitung des Coronavirus einzuschränken und die Bevölkerung zu schützen. Dadurch hat sich auch die Arbeit der Polizei verändert. „Corona macht einen großen Teil unseres täglichen Diensts aus“, sagt Michael Ertl, Vize-Chef der Polizeiinspektion Freising. Er ist bislang zufrieden mit dem Verhalten der Domstädter – appelliert aber auch an sie, den Fokus nicht zu verlieren.

Ein Verstoß bei 64 Kontrollen

„Wir kontrollieren täglich und versuchen, mit der entsprechenden Sensibilität vorzugehen“, berichtet Ertl im FT-Gespräch. Verstöße gegen die Maskenpflicht müssten nur selten geahndet werden. Bei der bayernweiten Kontrollaktion dazu, die vergangenen Donnerstag im öffentlichen Personennahverkehr stattgefunden hatte, seien in Freising 64 Kontrollen durchgeführt worden. „Dabei hatten wir einen einzigen Verstoß.“ Grundsätzlich halte sich das Gros der Bevölkerung „sehr gut“ an die Corona-Regeln. Es gebe „kaum Stress“, nur ab und zu müsse man einschreiten und ermahnen. „In Einzelfällen gibt es dann ein bisschen mehr Stress. Die Folge ist eine Ordnungswidrigkeitenanzeige“, erklärt Ertl. Konkret heißt das: Wer die Maske nicht trägt, muss ein Ordnungsgeld von 150 Euro bezahlen.

Die Polizei achtet vor allem darauf, dass die Regeln in Bus, Bahn und Taxi eingehalten werden. „In Geschäften überprüfen wir, wenn wir gerufen werden – etwa, weil sich jemand weigert, den vorgeschriebenen Mund-Nasenschutz zu tragen.“ Grundsätzlich seien Ladeninhaber sowie die Organisatoren der wenigen Veranstaltungen, die langsam wieder stattfinden, „sehr bemüht“, allen Vorschriften Folge zu leisten.

Ertls Appell: „Durchhalten!“

Obwohl die Freisinger sehr diszipliniert seien, merke man mittlerweile allerdings, dass die Motivation zur Einhaltung der Regeln nachgelassen habe. Erster Polizeihauptkommissar Ertl zeigt dafür Verständnis: „Mir geht es so wie vermutlich allen: Ob man sich richtig an das Maske-Tragen und das dauerhafte Abstand-Halten gewöhnt, weiß ich nicht.“ Das Problematische derzeit sei, dass sich die Menschen „langsam an diese permanente Gefahr gewöhnen“, sagt Ertl. Er betont jedoch: „Genau das ist die Gefahr: Dass man das Virus aus dem Fokus verliert.“ Doch das dürfe nicht sein, solange es keinen wirksamen Impfstoff gebe. „Gerade in ein paar Wochen, wenn die Schule wieder losgeht und alle Urlauber wieder zurück sind, ist persönliche Disziplin umso wichtiger.“ Ertls Appell an die Bürger: „Durchhalten! Im Sinne eines guten Zusammenlebens, gerade im öffentlichen Bereich, sollte jeder darauf achten, sich selbst und seine Mitmenschen so gut es geht zu schützen.“

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