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Große Trauer um Karl Dall: TV-Ikone und Komiker gestorben

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„Keine Ausreden, bitte!“: Die Einsatzkräfte der Polizei Freising lassen bei Passanten, die ohne Maske unterwegs sind, keine fadenscheinige Begründungen gelten. Entsprechend viele Verstöße wurden geahndet.
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„Keine Ausreden, bitte!“: Die Einsatzkräfte der Polizei Freising lassen bei Passanten, die ohne Maske unterwegs sind, keine fadenscheinige Begründungen gelten. Entsprechend viele Verstöße wurden geahndet.

„Sie gehen auch nicht nackt aus dem Haus“

Nulltoleranz bei der Maskenkontrolle: Polizei im Kreis Freising greift rigoros durch - „Drücken kein Auge zu“

  • Helmut Hobmaier
    vonHelmut Hobmaier
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Maskenpflicht-Kontrolle in Freising. Bei Verstößen greift die Polizei im Kreis rigoros durch. Einige Maskenmuffel gingen den Beamten so bereits ins Netz.

  • Die Polizei hat verstärkt die Maskenpflicht im Landkreis Freising kontrolliert.
  • Dabei sind ihnen viele Verstöße aufgefallen.
  • Viele Passanten sind aber froh, dass es solche Kontrollen gibt.

Landkreis – Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht greift die Polizei im Landkreis rigoros durch. Selbst wer den Mund-Nasen-Schutz (MNS) lediglich nicht ganz korrekt trägt, zahlt für diese Ordnungswidrigkeit 55 Euro – eine Summe, die bei der Maskenkontrolle der Freisinger Polizei am Mittwoch (28. Oktober) 22-mal fällig wurde. 26 Maskenmuffel, die gar keinen Schutz trugen, müssen sogar 250 Euro berappen. Mit Ausreden wie „Ich habe vergessen, die Maske aufzusetzen“ beißt man bei den Beamten auf Granit. Freisings Inspektionschef Ernst Neuner: „Sie gehen ja auch nicht nackert aus dem Haus, weil sie Ihre Hose vergessen haben.“ Und wenn einem 50 Menschen mit Masken entgegenkommen, müsste das einem eigentlich schon auffallen.“

Maskenkontrolle in Freising: „Viele sind tatsächlich froh, dass wir die Maskenpflicht kontrollieren“

Beamte der PI Freising waren auch am Mittwoch wieder im Inspektionsbereich unterwegs, um gezielt die Tragepflicht der MNS-Bedeckungen zu kontrollieren. „Von einem Großteil der Bevölkerung wird dies auch umgesetzt, die Kontrollen der PI Freising werden hierbei auch positiv quittiert“, berichtet Polizeihauptkommissar Dieter Lerchl. Und Inspektionschef Ernst Neuner ergänzt: „Viele sind tatsächlich froh, dass wir die Maskenpflicht kontrollieren.“

Allerdings mussten am Mittwoch auch wieder eine ganze Reihe von Passanten innerhalb der strikten Maskenzone beanstandet werden. Die meisten Anzeigen entfielen auf das Nichtragen der MNS-Bedeckung an den vom Landratsamt bestimmten, stark frequentierten Örtlichkeiten in der Freisinger Innenstadt sowie am Imma-Mack-Platz.

Maskenkontrolle in Freising: Am ersten Tag war Aufklärungsarbeit angesagt

Aber auch im Bahnhof Freising wurden gegen 15 Uhr zwei Männer ohne Maske aufgegriffen. Einer weigerte sich so konsequent, einen Schutz zu tragen, dass er nicht nur 250 Euro Bußgeld aufgebrummt bekam, wie auch alle anderen Maskenmuffel, sondern auch noch einen Platzverweis. „Eine Frau wiederum sah es aus ihrer Sicht für nicht erforderlich an, in einem Linienbus eine Maske aufzusetzen“, berichtet Dieter Lerchl. „Sie musste von der Fahrt ausgeschlossen werden.“ Auch gegen sie wurde eine Anzeige eingeleitet. Eine Streife der PI Neufahrn hat ebenfalls am Mittwoch eine verbotene Menschenansammlung in der Bahnhofstraße in Neufahrn aufgelöst. Die zehn Personen bekamen jeweils eine Anzeige (250 Euro) und einen Platzverweis.

Seit Freitag gilt in stark frequentierten Bereichen eine Maskenpflicht. Am ersten Tag beschränkte sich die Polizei noch darauf, Passanten ohne Maske deutlich darauf hinzuweisen – „Aufklärungsarbeit“, wie Inspektionschef Ernst Neuner sagt. Seitdem aber gilt bei den Kontrollen eine Nulltoleranz. Wer keine Maske trägt, zahlt 250 Euro – ohne Ausnahme. „Wenn Sie geblitzt werden, können Sie hinterher auch nicht sagen, sie hätten die Geschwindigkeitsbegrenzung übersehen“, vergleicht Inspektionsleiter Neuner. Würde man ein Auge zudrücken, würde sich das sehr schnell herumsprechen, weiß Neuner, „und dann können wir uns die Verordnungen und Kontrollen gleich sparen“. Außerdem ließen die diesbezüglichen Anweisungen der Staatsregierung keinen Interpretationsspielraum: „Es wird erwartet, hier konsequent zu sein – und das zurecht. Wir haben unsere Maßgaben, und die setzen wir um“.

Maskenkontrolle in Freising: „Inzwischen muss es jeder verstanden haben“

Natürlich bekämen die Beamten auch negative Kommentare zu hören – „vor allem von denjenigen, die keine Maske tragen und zahlen müssen“. Aber, so Neuner: „Den Fehler macht derjenige, der den MNS nicht trägt – nicht der Beamte, der kontrolliert.“

Allerdings: „Glücklich“ mit dem neuerlichen Kontrollauftrag sei die Polizei nicht wirklich. Es seien ja alles normale Bürger, die man hier auch kräftig zur Kasse bitten müsse. Aber, so der Polizeichef: „Das Thema ist so präsent, dass es inzwischen wirklich jeder verstanden haben muss.“

Das sind die neuen Corona-Regeln in Bayern im Überblick.

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