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Im Freising der Zukunft soll es nach den Wünschen der CSU mehr Stadtkultur geben und eine Art soziale Kurtaxe.

CSU-gibt Schwerpunkte vor

Mehr Stadtkultur, eine sozialeKurtaxe und weniger Plastikmüll

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Die Stadtratsfraktion der CSU will, dass Freising dem Netzwerk „Stadtkultur“ beitritt. Bayernweit gehören bereits 52 Kommunen dazu, berichtete Kulturreferent Hubert Hierl bei einem Pressegespräch. Außerdem will man eine soziale Kurtaxe und weniger Plastikmüll.

Freising – Die Stadtratsfraktion der CSU will, dass Freising dem Netzwerk „Stadtkultur“ beitritt. Bayernweit gehören bereits 52 Kommunen dazu, berichtete Kulturreferent Hubert Hierl bei einem Pressegespräch. Das Netzwerk setzt seine Schwerpunkte vor allem in Sachen Bildung an Schulen und fördert Ausstellungen, Lesungen und Theateraufführungen. Besonders interessant, so Hierl, seien dabei die Veranstaltungen unter dem Titel „Kunst&Gesund“. Da werden 2018 Themen wie Demenzpoesie, die heilsame Wirkung von Musik sowie Inklusion und Kunst im sozialen Kontext aufgegriffen. Freilich: „Wenn man sieht, was in Freising kulturell so los ist, denkt man eigentlich, dass man keinen Bedarf dafür hat“, erklärte Hierl. Aber: Die Fördermöglichkeiten, die sich unter anderem aus dem Kulturfonds Bayern speisen, seien umfangreich. Und man bediene ein Spektrum, das man noch nicht so nutze.

Der Beitrag ist denkbar gering: Sechs Cent pro Einwohner müsste die Stadt an das Netzwerk abdrücken. „Um uns herum sind schon viele Landkreise dabei – nur wir nicht“, sagte Hierl. Außerdem möchte die CSU, dass in Freising der Europa-Tag gefeiert wird. Gerade in diesen Zeiten, in denen die EU sehr fragil erscheine, sei es wichtig, das Europa-Bewusstsein zu stärken. Mit einer Veranstaltung im Rathaus soll der Tag, der jährlich am 5. Mai stattfindet, gefeiert werden.

Ein Projekt, das in Nizza bereits sehr erfolgreich läuft, sähe Hubert Hierl auch gerne in Freising. Da könne man als Tourist nämlich freiwillig einen kleinen Obolus bei der Hotelrechnung bezahlen – und der wird für Soziales am Ort gespendet. Freilich müsste man dafür erst mit den Hotel- und Unterkunftsbetreibern sprechen und sie an Bord holen. Allerdings, so Hierl, könnte man mit dieser „freiwilligen Kurtaxe zur Unterstützung sozialer Projekte“ einen großen Teil zur jeweiligen Finanzierung beitragen.

Ein weiteres Thema, dem sich der Ortsverband der Union annehmen will, ist die Vermeidung von Plastikmüll, erklärte der Ortsvorsitzende Jürgen Mieskes. Dabei könne er sich das Recup-System auch in Freising vorstellen. Das wurde am Uferlos bereits getestet. Heißt konkret: Man kann bei Geschäft A seinen Kaffee in einem Recup-Becher kaufen und in Geschäft B wieder abgeben. Außerdem plant Mieskes Veranstaltungen zum Thema „Zero Waste“ – Null Müll.  ahi

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