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Selbst bis in den Domhof kämpfen sich Autofahrer vor. 

Domberg soll vom Verkehr entlastet werden

Mit dem Aufzug auf den Mons doctus

Der Domberg wird in den kommenden Jahren sein Gesicht verändern. Attraktiver soll er werden, mehr Menschen sollen und werden wohl auch auf den Mons doctus kommen. Und das hätte Folgen.

Freising Schon jetzt gibt es erhebliche Konflikte zwischen dem Kfz-Verkehr, den Fußgängern und Radfahrern. Ein Verkehrskonzept, das IVAS (Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und –systeme) im Auftrag der Stadt und als Nachfolge dessen, was man schon für die Erzdiözese erarbeitet hatte, ausgetüftelt hat, wurde jetzt dem Planungsausschuss vorgestellt. 

Herzstück der neuen Dombergerschließung: ein Aufzug von der Bahnhofstraße aus auf die Rückseite des Diözesanmuseums. Die Analyse, wie sie IVAS-Inhaber Dirk Ohm vorlegte, zeigte die Probleme auf: 1200 Pkw-Fahrten pro Tag, genauso viele Fußgänger, besondere Belastungsspitzen (auch wegen des Bring- und Holverkehrs durch die Eltern der Gymnasiasten) morgens, mittags und abends. Ziele seien also, den Domberg von fließendem Kfz-Verkehr zu entlasten, den ruhenden Verkehr zu reduzieren, um wichtige Freiflächen für die bessere Erlebbarkeit und höhere Attraktion zu erhalten, und den Domberg auch ohne Auto barrierefrei erreichbar zu machen. „Das optimale Mittel“ für die Umsetzung dieser Ziele sei ein Aufzug, so die klare Aussage von Ohm. Die Erschließung über öffentliche Verkehrsmittel sei hingegen „nur stark eingeschränkt möglich“. Situiert werden soll der Aufzug an der Ecke Bahnhofstraße/Brunnhausgasse – direkt gegenüber des Parkhauses Am Wörth und damit gut erreichbar. Wie Ohm weiter erläuterte, dürfe es, um Parksuchverkehr zu vermeiden, keine öffentlichen Stellplätze mehr auf dem Domberg geben. Das bedeute eine Umnutzung der Tiefgarage, die dann vornehmlich von Domberg-Bewohnern, Gästen des Kardinal-Döpfner-Hauses und an Wochenenden für Gottesdienstbesucher genutzt werden solle. Als Ersatz könne eben das Parkhaus Am Wörth, möglicherweise auch der P+R-Platz angesehen werden. In diesem Zuge sollte auch das Parkhaus Am Wörth in Parkhaus Am Domberg umbenannt werden. Für eine bessere und attraktivere Erreichbarkeit durch Fußgänger soll die Lücke zwischen Sondermüllerweg und Brunnhausgasse geschlossen, sollen historische Wegestrukturen am Südhang wiederbelebt und auch der Weg vom Bahnhof in die Bahnhofstraße attraktiver gemacht werden.

Grundsätzlich waren die Stadträte von Konzept und Maßnahmen überzeugt. Karl-Heinz Freitag (FW) merkte allerdings an, dass ein Aufzug den Bring- und Holverkehr der Eltern am Dom-Gymnasium in keiner Weise reduzieren werde. Auch wenn die Kapazität des Liftes so ausgelegt sei, dass er in zehn Minuten rund 100 Personen transportieren könne.

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