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Was den Haushalt angeht, ist die Stadt Freising „mit einem blauen Auge davongekommen“. Symbolbild

31 Millionen Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt

„Mit blauem Auge davongekommen“: Erfreuliche Jahresrechnung des Corona-Jahrs 2020 für die Stadt Freising

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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„Besser als vermutet“ war das Corona-Jahr 2020 für die Stadt Freising. Die Jahresrechnung hielt einige erfreuliche Punkte für die Räte bereit.

Freising – Im Corona-Jahr 2020 ist die Stadt Freising finanziell gesehen noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Was Kämmerer Matthias Nogly am Montag als Jahresrechnung 2020 im Finanzausschuss vorlegen konnte, bezeichnete Richard Grimm (FW) sogar als „sehr positiv“. Denn auch 2020 war es wie so oft: Das Ergebnis war „besser als vermutet“, so Grimm.

Gewerbesteuereinnahmen weit übertroffen

In Zahlen bedeutet das: Die für 2020 angesetzten Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 22,85 Millionen Euro wurden mit 31,6 Millionen Euro weit übertroffen. Und da sind die vom Freistaat gewährten Ausgleichszahlungen in Höhe von 27 Millionen Euro noch gar nicht dabei, von denen Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher betonte, sie seien für die Finanzlage der Stadt „gut und wichtig“ gewesen.

Bei der Einkommensteuerbeteiligung hatte man mit 24 Millionen Euro gerechnet, am Ende des Jahres waren es dann aber knapp 35 Millionen Euro, die man einnehmen konnte. Dieselbe Tendenz gab es bei der Umsatzsteuerbeteiligung: Statt der anvisierten 6,6 Millionen Euro flossen knapp zehn Millionen Euro auf das Konto der Stadt. Und bei den Personalausgaben lag man mit 36,3 Millionen rund 1,6 Millionen Euro unter dem Ansatz. Das alles führte dazu, dass man dem Vermögenshaushalt 31 Millionen Euro zuführen konnte, obwohl man im Haushaltsansatz dort ein Null stehen hatte.

2020 ist „erfreulich“ verlaufen

Auch wichtig und besonders erfreulich: Statt der geplanten 70 Millionen Euro musste man zur Finanzierung der Projekte den Rücklagen „nur“ 36,3 Millionen Euro entnehmen. Der Rücklagenstand schmolz deshalb im vergangenen Jahr auf 46,5 Millionen Euro, die Schulden konnten um 2,4 Millionen Euro auf 27,7 Millionen Euro gesenkt werden. Fazit von OB Eschenbacher: 2020 sei „erfreulich“ verlaufen, man könne „mit einem guten Gefühl weitermachen“. Freilich: Die interessantere Abrechnung werde dann die für das Jahr 2021 sein. „Das wird sehr spannend“, so der Rathauschef. Finanzreferentin Monika Schwind (FSM) fand es „schön“, dass die Stadt noch Rücklagen habe, die man angesichts der anstehenden und laufenden Projekte noch benötige. Deshalb dürfe man in den kommenden Jahren „das Glück nicht aufs Spiel setzen“, sondern müsse genau planen. Schwarzmalen liege ihr nicht, deshalb sei es schön, „dass es gut läuft“. Und sie hoffe, dass man auch 2021 „mit einem blauen Auge davonkommen“ werde.

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